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Datum: 09.05.2018
Rubrik: Sport

Fahrbarer Untersatz für Vielflieger

Bad Freienwalder Wintersportverein bekommt 19.000 Euro aus Lottomitteln

Bad Freienwalde (ma). Hoch hinaus ging es für Brandenburgs Finanzminister Christian Görke am Donnerstag vergangener Woche. Er ließ sich von Dieter Bosse, dem Vorsitzenden des Wintersportvereins 1923 Bad Freienwalde e.V., dazu überreden, die große Kurstadtschanze „Helmut Recknagel“ in Bad Freienwalde zu erklimmen. Gemeinsam mit jungen Skispringern und dem Vereinsvorstand genoss er die Aussicht. Nicht die schöne Aussicht war der Grund seines Besuches, sondern die Übergabe eines symbolischen Schecks in Höhe von 19.000 Euro. Das Geld stammt aus Lottomitteln und wird für den Kauf eines Kleinbusses verwendet. Damit soll der Trainingsbetrieb der Skispringer und Nordischen Kombinierer im Verein unterstützt werden. Der Wintersportverein fährt mit dem Kleinbus seine jungen Talente aus Berlin, Frankfurt (Oder), Strausberg und Eberswalde zum Training auf die Skisprungschanzen. Im Rahmen des Pilotprojekts „Leistungssport“ sollen so auch Athleten aus den Eliteschulen des Sports die Möglichkeit erhalten, intensiv auf den Schanzen zu trainieren, um sich in der nationalen Spitze zu etablieren.


„Zuwendungen von 19.000 Euro sind bei Lottomitteln in dieser Höhe eher selten. Bei der Entscheidung hat eine wichtige Rolle gespielt, dass beim WSV Bad Freienwalde seit vielen Jahrzehnten sehr engagiert der Nachwuchs an den Wintersport herangeführt wird. Und vor allem, dass der Kleinbus ein wichtiger Baustein im Konzept zur Betreuung des Nachwuchses und der Athleten ist“, sagte Görke anlässlich der Scheckübergabe. Die Unterstützung durch Lottomittel reicht für nur etwa die Hälfte des rund 41.000 Euro teure Kleinbusses. Die restlichen 22.000 Euro bringt der Wintersportverein selbst mit Hilfe von Sponsoren auf. Dieter Bosse betonte die Bedeutung des Kleinbusses für die Trainingsarbeit im Verein: „Unser jetziger Bus ist auf Grund seines Alters von acht Jahren immer häufi ger reparaturbedürftig und somit ein hoher Kostenfaktor, der unseren Verein stark belastet. Da wir nicht selten zu Wettkämpfen und Trainingslagern Fahrten bis zu 2.000 Kilometern absolvieren, muss auch die Zuverlässigkeit gewährleistet sein, was momentan nicht mehr sicher gegeben ist. Der neue Bus wird optisch so gestaltet, dass er gleichzeitig ein Werbeträger für die Region ist. Ein Skispringer, die Schanzenanlage sowie sechs Förderer des Wintersports mit ihren Logos werden auf die Erfolgsgeschichte des WSV verweisen.“ Der Bus werde zudem eine wichtige Rolle bei der Umsetzung des Pilotprojektes „Leistungssport“ des Vereins spielen, erläuterte der Vorsitzende des WSV weiter. Die Partner des Vereins für dieses Projekt sind der Deutsche Skiverband sowie der Landesskiverband Brandenburg.


„Geplant ist, Talente aus den Eliteschulen der Leistungszentren Wasserspringen und Turnen zu aktivieren und sie den Sportarten Skisprung / Nordische Kombination zuzuführen“, sagte Dieter Bosse. „In den nächsten Tagen soll die Kooperationsvereinbarung mit dem Olympiastützpunkten Frankfurt/Oder und Cottbus unterzeichnet werden. Gleiches ist in Berlin mit dem Leistungszentrum Wasserspringen geplant. Selbstverständlich bleibt unsere Region mit seinen Nachwuchstalenten im Fokus, hierbei nutzen wir die enge Zusammenarbeit mit den Schulen und Kindergärten. Ab 2022 wird auch die Nordische Kombination für Damen Olympische Disziplin, dass heißt für uns, natürlich auch junge Mädchen für diese Sportarten zu gewinnen. Das nächste internationale Skispringen fi ndet übrigens am 2. und 3. Juni in Bad Freienwalde statt.

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