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Datum: 15.05.2018
Rubrik: Gesellschaft

Barnimer Herzen schlagen höher

Ein weiterer Erfolg gegen den Fachärztemangel in Eberswalde

“Fachärztemangel“ ist leider auch für die Menschen im Barnim kein Fremdwort. Für Patienten die an einer Erkrankung des Herzens leiden, gibt es jetzt jedoch gute Neuigkeiten. Die Kardiologin Thea Hahnemann hat am 9.Mai in der Rudolf-Breitscheid-Straße 6 in Eberswalde eine eigene Praxis eröffnet. Zu solch einem Anlass kommen nicht nur außergewöhnliche Gäste, für uns gab es sogar eine ganz besondere Führung, vielleicht sogar den Startschuss einer angehenden Karriere. Zuvor hatte Thea Hahnemann bereits 18 Jahre lang im Werner Forßmann-Krankenhaus in Eberswalde gearbeitet und wird dies auch weiterhin jeden Mittwoch tun. Ambulante Eingriffe, für die sie in der Praxis die Indikation gestellt hat, können also von ihr persönlich vorgenommen werden.


Die hell und freundlich eingerichteten Räumlichkeiten sind unter anderem gut über den Fahrstuhl zu erreichen. Alles ist barrierefrei und behindertengerecht eingerichtet. Ausgestattet mit modernster Technik, wie zum Beispiel einem neumodischen Stress-EKG, überzeugt die Praxis bereits rein optisch. Für die Eröffnung wurden umfangreiche Umbauarbeiten vorgenommen. So verfügt die Praxis über eine besondere Spezialmöblierung, damit die Patienten, während ihres Aufenthaltes, höchste Gesundheitsstandards vorfinden können. Aber natürlich sollte man sich, insbesondere bei der eigenen Gesundheit, nicht nur auf Äußerlichkeiten verlassen. Die erfahrene und sympathische Ärztin weiß auch fachlich zu überzeugen.


Das besondere Portfolio der Praxis stellt eine dringend benötigte Erweiterung der bisherigen fachärztlichen Grundversorgung, nicht nur in Eberswalde, sondern für den gesamten Barnim dar. Da verwundert es nicht, dass Bürgermeister, Freidhelm Boginski, persönlich zur Eröffnung gratulierte.


Die Praxis wird durch den EFRE (Europäischen Fonds für regionale Entwicklung) gefördert. Was die Notwendigkeit der Einrichtung noch zusätzlich unterstreicht.


Nach dem Herzbericht 2016 liegt in Brandenburg die Mortalität um 17,6% höher als im Bundesdurchschnitt. Zusätzlich wird der Bedarf zur Versorgung von Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Zukunft deutlich zunehmen, da die Morbidität im Alter signifikant ansteigt. Die demographische Entwicklung deutet darauf hin, dass bis 2030 über 33 % der Bevölkerung älter als 65 Jahre sein werden. Umso beruhigender ist es zu wissen, dass man dieser Zukunft mit engagierten Ärztinnen und Ärzten wie Thea Hahnemann begegnen kann.






Kamera: Sebastian Gößl/Florian Beyer


Bericht: Stefanie Kuß/Florian Beyer


Schnitt: Sebastian Gößl

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