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Datum: 17.05.2018
Rubrik: Kunst & Kultur

Wo einst das Gaswerk stand

Dritter Tatort Lücke erinnert an das Unglück vom 15. Februar 1972

Eberswalde (e.b.). 15. Februar 1972 Eberswalde: das Gaswerk zerlegt sich dröhnend und krachend in seine Einzelteile – oder war es nur ein einziger Knall? Von 1863-1972 stand am Finowkanal ein Gaswerk, das bereits von Weitem an seinen zwei runden Gasbehältern erkennbar war. Das in diesen gespeicherte Gas wurde über ein Leitungssystem in die Stadtbezirke verteilt. Die spontane Reparatur eines undichten Eckventils löste den zündenden Funken aus. Sämtliche Fenster der Häuser in der anliegenden Bergerstraße zerbarsten durch die Druckwelle. Zwei Arbeiter kamen ums Leben, ein dritter überlebte, weil er eine Zigaretten-Pause machte. Noch heute kursieren viele Geschichten über die Explosion am 15. Februar 1972. Der dritte Tatort Lücke re-inszeniert am kommenden Freitag, dem 25. Mai 2018, auf dem Parkplatz am Finowkanal das Ereignis und die Folgen als Hommage an das Überleben! Welche Kräfte und Möglichkeiten birgt eine Explosion? Wie prägte sie die Zukunft der Stadt und ihrer Bewohner? Start der Inszenierung ist um 20 Uhr. Tatort Lücke ist eine Kooperation zwischen dem Stadtmuseum der Stadt Eberswalde und dem Kanaltheater/Bürgerstiftung Barnim Uckermark in Zusammenarbeit mit der HNE Eberswalde, dem Verein für Heimatkunde zu Eberswalde e. V., dem Kreisarchiv Barnim und dem Alexander-von-Humboldt- Gymnasium Eberswalde. Die Kulturstiftung des Bundes fördert das zweijährige Projekt „Tatort Lücke“ in den Jahren 2017 bis 2019 im Fonds Stadtgefährten.

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