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Datum: 14.06.2018

Meilenstein für Basdorfer Gärten

Erfolgreiche Last-Minute-Lehrstellenbörse imRichtfest für das größte kommunale Wohnungsbauvorhaben in Wandlitz gefeiert / Gemeinde investiert 16 Millionen Euro

Basdorf (fw). Mit 16 Millionen Euro sind die Basdorfer Gärten das größte kommunale Wohnungsbauvorhaben in der Gemeinde Wandlitz. Aus dem einstigen Bürokomplex entsteht derzeit erschwinglicher Wohnraum unter dem Stichwort sozialer Wohnungsbau. Vergangene Woche Freitag wurde Richtfest für eines von zwei Häusern gefeiert. 52 Zwei- bis Vierzimmerwohnungen sollen nach der geplanten Fertigstellung im Sommer 2019 bezogen werden. In einem zweiten Haus, das ebenfalls umgebaut wird, entsteht noch einmal so viele Wohnungen, so dass die Gemeinde ihren Bestand von derzeit rund 500 auf 600 Wohnungen erhöhen kann. Wie gefragt sie in Wandlitz sind, das von Einfamilienhäusern dominiert ist, zeigen die 350 Anmeldungen, die für die insgesamt 104 Wohnungen vorliegen. In jedem Haus wird auch ein Großteil barrierefreier Wohnraum zur Verfügung stehen. Doch da der Einbau von Fahrstühlen sich negativ auf eine günstige Miete auswirken würde, ist er nicht auf allen Etagen zugänglich. „Wir hatten von Anfang an das Ziel, hier sozialen Wohnungsbau zu betreiben“, sagte Bürgermeisterin Jana Radant in ihrer Ansprache anlässlich des Festes. Bereits 2012 seien mit dem Beschluss der Gemeindevertreter zur Gründung der Basdorfer Entwicklungsgesellschaft (BEG) dafür die Weichen gestellt worden. Nach einer Machbarkeitsstudie, die für die Umsetzbarkeit der Idee sprach, fi el 2014 die endgültige Entscheidung für den sozialen Wohnungsbau an dieser Stelle. Nachdem keine Zusammenarbeit mit Wohnungsbaugenossenschaften möglich war, beschloss die Gemeinde das Projekt in Eigenregie umzusetzen. „Es ist selten, dass ein Projekt dieser Größe überparteilich und einheitlich bejaht wird“, sagte Radant. Die Kosten für Haus 1 belaufen sich auf 7,7 Millionen Euro. 76 Prozent der Summe werden durch die Investitionsbank des Landes Brandenburg gefördert. 2,7 Millionen Euro wurden bereits umgesetzt und die kamen, wie es Radant formulierte, „aus der Portokasse“ der Gemeinde. Die Zusammenarbeit mit dem Land wurde im Richtkranz deutlich, den neben weißen auch rote Bänder schmückten. Nach dem Richtspruch von Zimmermeister Alexander Zeisler stimmte Basdorfs Ortsvorsteher Peter Liebehenschel eine musikalische Einlage an. Auf seinen Einfall geht das Bauvorhaben zurück. Der Dank der anwesenden Gäste galt aber an dem Tag vor allen den Handwerkern, die das Bauvorhaben soweit vorangebracht haben. Die Entkernung und die Fundamentunterfangungen bildeten im März 2017 den Beginn der Bauarbeiten. Ab September des vergangenen Jahres waren die Gewerke Abbruch, Rohbau und Sanitär am Werk. Im Januar 2018 wurde das Dach abgerissen und im März das dritte Obergeschoss aufgemauert. Durch den Bau wird auch regionale Wirtschaft gestärkt. 18 der insgesamt 25 Lose, die von der Gemeinde vergeben wurden, blieben in der Region. Am ersten der beiden Häuser waren insgesamt zehn Firmen aus Wandlitz beteiligt. Die Basdorfer Gärten ist nur eines von vielen Projekten, das auf dem 40 Hektar großen Gelände an der Bundesstraße 109 umgesetzt wird. Radant merkte an, dass ein Teil der Fläche ausgeschrieben wird, so dass noch mehr Wohnraum für die Bewohner und Neuzugänge entsteht. 27 Eigenheime sind auf dem Gelände bereits entstanden. Aber auch dem Bedarf an sozialen Einrichtungen soll dort nachgekommen werden. So soll eine Kita gebaut werden, die 120 Plätze anbietet und auch eine Tagespfl ege ist geplant. Der Ausbau des ehemaligen Casinos läuft bereits. Im vergangenen Jahr wurde dafür der Fördermittelbescheid des Landes überreicht. Dort soll die Sportstätte des Polizeisportvereins entstehen.



Als Fernsehbeitrag auf: www.odf-tv.de

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