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Datum: 14.06.2018
Rubrik: Gesellschaft

Nicht ohne Ausbildung in die Ferien

Erfolgreiche Last-Minute-Lehrstellenbörse im Paul-Wunderlich-Haus / Rund 200 Besucher

Eberswalde (hs). Am Montag erhielt der Automobil-Zulieferer Finow Automotive GmbH aus den Händen von Michael Völker, Leiter des Geschäftsbereiches Aus- und Weiterbildung der IHK Ostbrandenburg, das IHK-Siegel für exzellente Ausbildungsqualität. Insgesamt zehn junge Leute werden aktuell in dem Eberswalder Unternehmen ausgebildet. Ab September kommen weitere sechs Auszubildende dazu. Soweit der Plan, denn noch sind zwei Lehrstellen zu besetzen. Um diese Lücke bis zum Start des Ausbildungsjahres zu schließen, nahm Finow Automotive zum ersten Mal an der Last-Minute- Lehrstellenbörse im Paul-Wunderlich- Haus in Eberswalde teil. Rund 200 interessierte Schulabgänger nutzten am Dienstag die Gelegenheit, mit regionalen Unternehmen aus dem Barnim und der Uckermark ins Gespräch zu kommen. Organisiert wurde diese Veranstaltung von der Arbeitsagentur Eberswalde, der Industrie- und Handelskammer Ostbrandenburg sowie der Handwerkskammer Frankfurt (Oder) Region Ostbrandenburg. Das Besondere an dieser Messe war, dass die rund 25 Ausbildungsbetriebe konkrete Lehrstellenangebote dabei hatten. So wie Finow Automotive. Anja Leuthäuser, Leiterin Personal, war dann auch positiv überrascht von der Qualität der Gespräche. Besonders gut fand sie, dass die Schüler am Eingang von Mitarbeitern der Agentur, der IHK und der Handwerkskammer nach ihren Vorstellungen befragt wurden und daraufhin Empfehlungen bekamen, bei welchen Unternehmen sie sich vorstellen sollen. „So habe ich das noch nicht erlebt“, berichtete Leuthäuser am Tag danach. Für Automotive war die Messe insofern ein Erfolg, da sich schon die ersten Gesprächspartner mit Bewerbungsunterlagen gemeldet haben. Eine Erfahrung, die auch Friederike Winkler von der Fenster ART GmbH & Co. KG bestätigen kann. Das Unternehmen aus Werneuchen nahm nicht zum ersten Mal an der Lehrstellenbörse teil. „Zwar waren es dieses Jahr weniger Gespräche“, resümierte Winkler, „aber von den vier Kandidaten, mit denen wir tolle Gespräche hatten, haben sich im Laufe des Mittwochs bereits drei mit kompletten Unterlagen beworben.“ Was der erfahrenen Personalerin allerdings aufgefallen ist, ist eine zunehmende Unsicherheit der Kandidaten im Gespräch. Auch eine neue Zielgruppe, nämlich Umschüler, saßen bei Fenster- ART am Tisch. Etwas, worauf die Firma nicht vorbereitet war, was aber durchaus ein Weg sein kann, dem Fachkräftemangel zu begegnen, so Winkler.

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