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Datum: 14.06.2018
Rubrik: Gesellschaft

Fachjury in Groß Schönebeck

Der Schorfheider Ortsteil nimmt an europäischem Dorferneuerungspreis teil

Immer mehr Menschen ziehen vom Land in die Städte. Unter dem daraus resultierenden demografischen Wandel leiden vor allem kleine Gemeinden und Dörfer. Der Schorfheider Ortsteil Groß Schönebeck hat sich entschlossen dagegen etwas zu unternehmen und sich für den sogenannten Dorferneuerungspreis der europäischen ARGE beworben. Was das genau ist, verrät ihnen unser nächster Beitrag.


Der Schorfheider Ortsteil Groß Schönebeck nimmt in diesem Jahr am Wettbewerb um den europäischen Dorferneuerungspreis der europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung teil. Dazu bereiste am vergangenen Donnerstag, dem 07. Juni eine internationale Fachjury bestehend aus Vertretern aus der Slowakei, Österreich und Ungarn die Gemeinde. Der Preis wird seit 1990 alle zwei Jahre vergeben. Landrat Bodo Ihrke war ebenfalls vor Ort. Das Barnimer Dorf, das sich auch gern als „Tor zur Schorfheide“ vermarktet, steht im Vergleich mit 23 Teilnehmern aus neun EU-Mitgliedstaaten. Die Gemeinde möchte die Jury davon überzeugen, dass das Wettbewerbsmotto „weiter denken“ aktiv gelebt wird. Das heißt, es wird bewertet, ob die Anstrengungen des Dorfes, auf eine dauerhafte, sichtbare ländliche Entwicklung zielen und in kooperative Aktionen und Pläne eingebunden sind. Mit diesen Anstrengungen ist zum Beispiel gemeint, ob die Gemeinde sich für die Erhaltung und den Aufbau standortgerechter Erwerbsmöglichkeiten bemüht, beispielsweise durch die Einbindung von Land- und Forstwirtschaft in lokale Kreisläufe. Auch die Nutzung erneuerbarer Rohstoffe spielt eine Rolle. Der Ort im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin hat dank seiner forstlichen beziehungsweise jagdlichen Prägung überregionale Bekanntheit. Zu nennen ist der Wildpark Schorfheide, der demnächst auch Sitz des Brandenburger Zentrums zum Thema Wolf und Herdenschutz sein wird. Bei der Besichtigungstour nahm die Jury unter anderem das Groß Schönebecker Jagdschloss, mit seinem lauschigen Schlosspark und die Waldschule auf dem Gelände in Augenschein. Auch die Grundschule wurde besichtigt, sowie der sogenannte Garten der Nationen, welcher in absehbarer Zeit zu einer Begegnungsstätte werden soll. Die Entscheidung, wer den Wettbewerb gewonnen hat, wird durch die Mitglieder der internationalen und interdisziplinären Wettbewerbsjury während einer gemeinsamen Sitzung Ende Juni in Sankt Pölten fallen. Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen einer mehrtägigen Veranstaltung mit Teilnehmern aus allen Dörfern vom 20. bis 22. September in Fließ (Österreich), der Siegergemeinde des Wettbewerbs 2016.


 


Bericht/Kamera/Schnitt: Florian Beyer

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