Regionalwetter

 

Nachrichten

Datum: 21.06.2018

Sicherer zum Einkauf im Supermarkt

BVB / Freie Wähler sammelt Unterschriften zur Errichtung eines Fußgängerüberweges auf der Rüdnitzer Chaussee

Bernau (fw). Freitagabend, das Wochenende steht bevor. Viele Leute erledigen im Netto in dem Gewerbegebiet an der Rüdnitzer Chaussee in Bernau ihren Wochenendeinkauf. Unter ihnen ist auch Heiderose Niebelschütz. Die Seniorin wohnt im gegenüberliegenden Puschkin-Viertel. Um zu dem Areal zu gelangen muss sie die viel befahrene Bundesstraße B2 überqueren. Einen Fußgängerüberweg gibt es nicht. Die nächste Ampel ist etwa 200 Meter von der Büttenstraße, die genau gegenüber des Areals liegt, entfernt. Kaum jemand nutzt diesen Umweg, da eine direkte Überquerung einfach schneller geht. Schon wegen des starken Verkehrs ist das kein leichtes Unterfangen. Erschwerend hinzu kommt, dass die Straße höher gelegen ist, so dass die Rollator-Nutzerin einen recht holperigen Abhang überwinden muss, um auf das Gelände zu gelangen, auf dem sich neben dem Discounter eine Fleischerei und Möbel-Boss befi nden. Heiderose Niebelschütz nimmt mindestens zweimal pro Woche den schwierigen Weg auf sich, um einzukaufen. Um nicht nur ihr Leben, sondern auch das anderer Bewohner des Bernauer Stadtteils zu vereinfachen, sammelt BVB / Freie Wähler am gleichen Abend Unterschriften für einen Fußgängerüberweg an der Stelle. Die kürzlich nach Bernau gezogene Seniorin hat bereits auf einer der Listen unterschrieben, die BVB-Mitglieder vorab in dem Wohngebiet verteilt hatten. „Ich halte einen Fußgängerüberweg wirklich für sinnvoll“, sagt die Anwohnerin. Auch Petra Bartel, die mehrmals die Woche über die Straße zum Einkaufen muss, würde das begrüßen. „Gerade für ältere Menschen wäre das eine Vereinfachung“, sagt die Bernauerin. Wie gefährlich der aktuelle Zustand ist, zeigt eine andere Szene, die sich am Freitagabend dort abspielt: Jugendliche wollen mit einem Einkaufswagen über die Straße. Sie gelangen auf die Straße, haben aber offenbar die Distanz der heranfahrenden Autos unterschätzt, so dass der Verkehr unvermittelt bremsen muss. Die Unterschriften, die an dem Freitag von vier BVB-Vertretern gesammelt wurden, sollen einen Antrag unterstützen, der von der Fraktion in der Bernauer Stadtverordnetenversammlung in das Gremium eingebracht wird. Er hat das Ziel, die Stadtverwaltung zu beauftragen, Gespräche mit der Landesverkehrsbehörde hinsichtlich des Überweges zu suchen. Vorgesehen ist ein Zebrastreifen oder eine Bedarfsampel. Als gerechtfertigt sieht der Fraktionsvorsitzende Péter Vida die Beschlussvorlage an, da in dem Wohngebiet rund 2.500 Bernauer wohnen und für sie eine Gefahr durch die ungesicherte Überquerung der Straße besteht. „Wir wollen die Unterschriften noch vor der nächsten Sitzung übergeben“, so Vida. Einen Unterzeichner fi ndet er auch in Horst Werner, einem seiner Stadtverordneten-Kollegen vom Bündnis für Bernau. Auch er erledigt an dem Abend dort einen Einkauf. Mit der Anzahl der Unterschriften zeigt sich Vida zufrieden. Er geht davon aus, dass bei der Aktion 200 Stück gesammelt wurden. An diesem Samstag sammeln die Vertreter der Partei ab 9.30 Uhr weitere Unterschriften vor dem Netto-Markt. Neben dem Fußgänger-Überweg hat die selbst ernannte „unabhängige Kraft für Bernau“ noch ein anderes Thema, das bei der Stadtverordnetensitzung am 5. Juli 2018 auf der Tagesordnung stehen soll. Dabei geht es um die Realisierung eines Radweges zwischen Birkholzaue und Birkenhöhe entlang der Landesstraße 31. Die Partei will erreichen, dass Baurecht geschaffen wird. Dafür muss Land von den Eigentümern abgekauft werden. Nach Einschätzung von BVB / Freie Wähler ist das Kaufpreisangebot von 0,80 Euro pro Quadratmeter der Grund, wieso die Eigentümer ihr Land nicht verkaufen und der Weg somit nicht gebaut werden kann. Daher fordert der Antrag, dass das Angebot auf vier Euro pro Quadratmeter erhöht wird. Damit soll auch der Besorgnis entgegen gewirkt werden, dass durch eine weitere Verzögerung Fördermöglichkeiten verloren gehen.

Weitere Meldungen aus dieser Rubrik

In der Stadt geht noch mehr

Strausberg (sd).  Für Strausberg eine Premiere ist die Wahl der Vertreter im Kinder- und... [zum Beitrag]

Schnellstmöglich vorankommen

Strausberg (sd). Bereits seit 26 Jahren werden Objekte in der Strausberger Altstadt Schritt für... [zum Beitrag]

Teilnehmer stehen fest

Strausberg/Eberswalde (e.b./sd). Für den diesjährigen Regionalwettbewerb Brandenburg Ost „Jugend... [zum Beitrag]

Neuer Kämmerer bestätigt

Strausberg (sd). Mit 24 Fürstimmen und drei Enthaltungen bestätigten die Stadtverordneten in ihrer... [zum Beitrag]

Start in die vorletzte Phase Schlossgut

Altlandsberg (sd/sr). Drei auf einen Streich: Auf dem Schlossgut wurde nicht nur die neue Ausstellung... [zum Beitrag]

Stöbber-Erpe „auf dem richtigen Weg“

Rehfelde (sd). Zur Verbandsversammlung des Wasser- und Bodenverbandes (WBV) Stöbber-Erpe wurde in den... [zum Beitrag]

Auch Strausberger betroffen

Strausberg (e.b./sd). Die Insolvenzmeldung der Bayerischen Energieversorgung (BEV) sorgte bundesweit... [zum Beitrag]

Knapp an der Million vorbei

Bruchmühle/Werder (km/sd). Damit die Kameraden der Löschgruppe Bruchmühle weiterhin leistungsfähig... [zum Beitrag]

Nicht viel verkehrt gemacht

Fredersdorf-Vogelsdorf (sd). Beim Neujahrsempfang des Unternehmervereins Freders-dorf-Vogelsdorf wurde... [zum Beitrag]