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Datum: 28.06.2018
Rubrik: Gesellschaft

Zweite Erpe-Untersuchung nach zehn Jahren

Nabu-Mitglieder freuen sich über Artenvielfalt / zwölf Fischarten nachgewiesen - auch einen Koi

Neuenhagen (la). „Uns ist ein etwa 40 Zentimeter großer Koi entwischt“, sagt Udo Rothe vom Naturkundemuseum Potsdam ärgerlich, während er die gefangenen Fische vorsichtig in Schauaquarien umsetzt.
Für diese interessieren sich etwa 20 Besucher, die sich kürzlich in der Nähe des Gewerbegebiets, am Regenrückhaltebecken neben der Erpe, einfanden. Dorthin hatten die Aktiven der Nabu-Ortsgruppe Neuenhagen geladen, um nach zehn Jahren das Fischvorkommen in der Erpe ein weiteres Mal zu untersuchen.
Etwa eineinhalb Stunden befischten Udo Rothe und seine Kollegin Juliane Weiß auf einer Länge von zwei Kilometern die Erpe mit Kescher und Strom und fingen insgesamt zwölf verschiedene Fischarten. Darunter bekannte und allgegenwärtige Fische wie Flußbarsch, Rotfeder und Hecht, aber auch weniger geläufige wie Neun- und Dreistachliger Stichling und Bachschmerle. Gar nicht gern gesehen sind Sonnenbarsch und oben erwähnter Koi, Fremdfische, die vom Menschen ausgesetzt wurden und sich durch Mangel an natürlichen Fressfeinden trefflich vermehren.
„Wir sind sehr froh, dass wir auch Eintags- und Köcherfliegenlarven, Wasserbienen, Bachflohkrebse, Bachforellen, Gründlinge und Schmerlen nachweisen konnten“, sagt Dr. Hartmut Kretschmer, Vorsitzender der Nabu-Gruppe Neuenhagen, „denn sie sind ein Beweis für gute Wasserqualität“.
Vorbei die Zeiten, wo man Stickstoff und Öl in die Erpe leitete und nur noch Stichlinge und Rotfedern vorfand. Gleich nach der Wende habe man dafür gesorgt, so Kretschmer, dass die Erpe teilweise angestaut wird, so dass sich das Wasser länger hält. Tatsächlich ist die Erpe bei den vorherrschenden sommerlich-heißen Temperaturen eins der weniger Fließe, die noch genügend Wasser führen und somit eine Oase für Flora, Fauna und Homo sapiens darstellen.


BU: Sind froh über die Artenvielfalt in und an der Erpe: Dr. Hartmut Kretschmer, Juliane Weiß, Udo Rothe, Frank Ott (von links).    Foto: BAB/la

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