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Datum: 28.06.2018

Soziale Aufgaben der Gemeinde im Fokus

7. Wandlitzer Bürgerempfang wurde im Verein Hiram Haus e.V. begangen

Neudorf (fw). Im Fokus des 7. Bürgerempfangs der Gemeinde Wandlitz standen vergangene Woche Samstag die sozialen Aufgaben, mit denen sich die Verwaltung auf unterschiedlichen Ebenen befasst. Die Veranstaltung fi ndet jedes Jahr an einem anderen Ort statt, um den Bewohnern Dinge aus der Gemeinde näher zu bringen, die sie eventuell noch nicht kennen. In diesem Jahr wurde das Gelände von Hiram Haus e.V. in Neudorf für den Event ausgewählt. Der Verein, der 2018 sein 26-jähriges Bestehen feiert, betreut suchtkranke und psychisch kranke Menschen. Ihnen wird durch verschiedene Angebote geholfen, wieder Fuß im alltäglichen Leben zu fassen. „Der Verein ist ein besonderes Beispiel für eine soziale Einrichtung, die Angebote und Hilfestellung für Menschen in einer persönlichen Notsituation bietet“, so Bürgermeisterin Jana Radant in ihrem Grußwort. Als freier Träger übernimmt Hiram Haus e.V. Aufgaben, die Betroffenen aus Wandlitz zugutekommen und für eine höhere Lebensqualität sorgen. Darüber hinaus gebe es laut Radant „eine Vielzahl weiterer Bereiche, in denen private Anbieter oder freie gemeinnützige Träger und Vereine soziale Leistungen und Dienstleistungen anbieten.“ Dazu gehört auch die Kinderbetreuung in Krippen und Kitas. Wenn der Gemeinde nicht gelingt, ihrer kommunalen Pfl icht nachzukommen und genügend erforderliche Plätze zur Verfügung zu stellen, helfen freie Träger oft aus. Von elf Kitas und Horten in Wandlitz sind sechs in der Hand der Gemeinde, fünf werden von anderen Trägern getragen. Von insgesamt 1.723 Krippen-, Kita- und Hortkindern werden aktuell 474 in Einrichtungen freier Träger betreut. Auch in Zukunft wolle die Verwaltung auf diese Zusammenarbeit bauen. Um freien Trägern beim Bau von Kitas entgegen zu kommen, verabschiedete die Gemeinde eine Förderrichtlinie. Demnach kann ein neu geschaffener Platz, der mit 27.000 Euro zu Buche schlägt, mit bis zu 20.000 Euro aus der Gemeindekasse gefördert werden. Als Vorbild dient dabei das Land Berlin, im Barnim schlägt die Gemeinde mit dieser Möglichkeit einen neuen Weg ein. Ein weiteres soziales Ziel ist laut Radant der soziale Wohnungsbau. In Wandlitz mangele es an günstigen Mietwohnungen. Die derzeit 500 kommunalen Mietwohnungen würden in naher Zukunft durch 104 weitere erweitert. Sie entstehen derzeit auf dem ehemaligen Polizeischulgelände in Basdorf. 2019 soll der erste von insgesamt zwei Blöcken bezugsfertig sein. Darüber hinaus will die Kommune in den kommenden Jahren nach und nach kleinere Objekte mit sechs bis acht Mietwohnungen bauen. Im Ortsteil Prenden soll bereits im kommenden Jahr mit dem ersten Modellobjekt begonnen werden. Die Bewältigung der demografi schen Entwicklung stellt eine weitere Herausforderung für die Gemeinde dar. Aktuell sei jeder fünfte Wandlitzer älter als 65 Jahre, Prognosen gehen davon aus, dass der Anteil älterer Menschen weiter steigt. Dabei steht die Frage der Pfl ege im Mittelpunkt. So habe eine Bedarfsanalyse auf diesem Gebiet ergeben, dass der Pfl egebedarf im Jahr 2020 bei 1.230 Personen liegen werde, was gegenüber 2017 ein Anstieg von 400 Personen darstellt. Daher müsse die Kommune nicht nur auf Familien- sondern auch auf Altersfreundlichkeit setzen. Dabei gehe es laut Radant nicht um den Bau von Seniorenpfl egeheimen, sondern um die Pfl ege in den eigenen vier Wänden sicher zu stellen. „Denn das ist es, was die allermeisten wollen“, ist sich die Bürgermeisterin sicher. Wie beim Bürgerempfang der Gemeinde üblich, wurden wieder ehrenamtlich engagierte Menschen dafür geehrt, dass sie das Leben in den Ortsteilen auf vielfältigste Weise bereichern. Insgesamt durften sich zehn Wandlitzer über diese Anerkennung freuen (siehe Kasten).

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