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Datum: 13.07.2018

Polenmarkt Hohenwutzen derzeit nicht erreichbar

B 158a wird unter Vollsperrung saniert

Hohenwutzen (ma). Besucher des Polenmarktes in Hohenwutzen und Einwohner der Region müssen sich in den nächsten Wochen auf umfangreiche Einschränkungen im Straßenverkehr einrichten. Seit Montag wird die B 158a in der Ortslage Hohenwutzen saniert. Ab dem 23. Juli wird zudem die gesamte Strecke bis zur Kreuzung nach Neuenhagen abgefräst. Die Grenzbrücke nach Polen soll vom 16. Juli bis 27. Juli geschlossen bleiben. Die offi - zielle Umleitung erfolgt über Neuenhagen, Oderberg und Hohensaaten nach Hohenwutzen. Die Bürger der betroffenen Gemeinden Hohenwutzen und Altglietzen fühlten sich schlecht informiert, so wurde kurzfristig eine Einwohnerversammlung einberufen. Am Donnerstagabend vergangener Woche bemühte sich Jens Schmoldt, der Fachbereichsleiter Sicherheit und Ordnung in Bad Freienwalde, im Gemeindehaus Hohenwutzen, um Aufklärung. Auch er fühlte sich vom Landesbetrieb Straßenwesen im Dunkel gelassen. Erst einen Tag zuvor hätte er einen detaillierten Bauzeitplan bekommen, entschuldigte er sich für die späten Informationen. Da es sich bei der B 158a um eine Bundesstraße handelt, sei der Landesbetrieb zuständig und die Stadt habe wenig Einfluss.


Nach dem aktuellen Zeitplan sollte in der ersten Woche die B 158a in der Ortslage Hohenwutzen saniert werden. Die Decke sollte abgefräst und Kanaldeckel angehoben werden. Anschließend soll eine neue Asphaltschicht aufgebracht werden. Einige Bürger machen ihrem Unmut auf der Einwohnerversammlung Luft. Sie befürchten ihre Grundstücke nicht mehr zu erreichen. Jens Schmoldt erklärte: „Nach Rücksprache mit dem Baubetrieb ist die Befahrbarkeit der Grundstücke gewährleistet“. Allerdings müssten die Anwohner auf die in dieser Zeit höher stehenden Kanaldeckel achten. An dem Tag, an dem die 230 Grad heiße Asphaltschicht aufgebracht werde, sei ein Befahren allerdings nicht möglich. Der Baubetrieb wolle die Anwohner kurzfristig darüber informieren. Auch für Altglietzen würden die gleichen Regelungen wie in Hohenwutzen gelten. Bei Fragen könnten sich Anwohner an den Bauleiter wenden. Er sei jeden Tag auf der Baustelle zu finden, informierte Jens Schmoldt. „Ich werde es mir nicht nehmen lassen, auch das eine oder andere Mal vor Ort zu sein. Um den Baufortschritt im Auge zu behalten und um bei Problemen das Gespräch zu suchen,“ so Bad Freienwaldes Ordnungsamtsleiter.


Weitere Bürgerfragen befassten sich mit dem Grund der Sanierung. Anwohner vermuten, dass die Straße ertüchtigt werden soll, um später einen Schwerlastverkehr nach Polen zu ermöglichen. Eine Befürchtung die schon lange in Hohenwutzen kursiert. Zu diesen Befürchtungen wollte Jens Schmoldt sich nicht äußern. Dazu sei ihm nichts bekannt. „Wenn es diese Pläne gibt, dann soll der Landesbetrieb mit offenen Karten spielen“, erklärte er. Zum Grund der Sanierung hätte der Landesbetrieb auf Untersuchungen verwiesen, nach denen Haarrisse im Asphalt gefunden wurden.


Weiterhin befürchteten die Anwohner eine starke Zunahme des Verkehrs durch illegale Umfahrung der Umleitungen. „Es fahren jetzt schon trotz eines Verbotes 40-Tonner durch den Ort, sogar durch die schmale Oderstraße“, beschwerte sich Ursula Wendlandt aus Hohenwutzen. Nach einer im November letzten Jahres erfolgten Verkehrszählung, befahren bereits jetzt 8.000 Fahrzeuge pro Woche die Ortsdurchfahrt. Diesen Verkehr könne die Oderstraße nicht verkraften. „Die Stadt soll die Polizei bewegen für mehr Kontrollen zu sorgen“, forderte Ursula Wendlandt an Jens Schmoldt gerichtet. Auch die Grenzbrücke soll für den Verkehr voll gesperrt werden. Wegen technologischer Besonderheiten und zu geringer Fahrbahnbreite könne dort nicht halbseitig gearbeitet werden, beantwortete Jens Schmoldt eine Bürgerfrage.

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