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Datum: 20.07.2018

Überschwemmungen nach Starkregen

Große Niederschlagsmenge hielt Feuerwehren in Atem

Bernau (fw). Nach der lang anhaltenden Trockenheit bekam der Barnim vergangene Woche Donnerstag dann an einem Tag so viel Regen ab, wie sonst im gesamten Monat Juli. Besonders schlimm waren Bernau, Biesenthal und Panketal betroffen. Durch den starken Regen liefen Keller voll, das Wasser drohte in Häuser zu gelangen und Gewässer traten über die Ufer, so wie der Schwanen- und Elysiumteich in Bernau. Dort stieg der Pegel so stark an, dass angrenzende Häuser und Garagen von der Überschwemmung bedroht waren. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr versuchten dem rasch steigenden Wasser mit Pumpen entgegen zu wirken und schützten Kellerfenster durch Sandsäcke ab. Auch Bernaus Bürgermeister André Stahl war vor Ort, um den Einsatz zu unterstützen. Neben der Hussitenstaße war in Bernau laut Stadtwehrführer Jörg Erdmann auch die Breitscheidstraße stark betroffen. Aufgrund des Verkehrs drohte auch dort das Wasser in die Gebäude zu gelangen. Daher war die viel befahrene Verkehrsverbindung für rund eine Stunde gesperrt. Insgesamt wurden die Bernauer Feuerwehrleute zu 19 Einsätzen gerufen, an denen 39 Kameraden aus allen Löschzügen beteiligt waren.


Vor rund einem Jahr trat der Teich ebenfalls über seine Ufer und das Wasser gelangte auf die angrenzenden Grundstücke. Damals war dafür jedoch nicht die Niederschlagsmenge eines Tages verantwortlich, sondern eine regenreiche Woche. Als Grund dafür nannte Bernaus Baudezernent Jürgen Jankowiak eine defi zitäre Leitung, die nach den Niederschlägen im vergangenen Jahr repariert wurde. Bei Starkregen wie vergangene Woche Donnerstag ist der Zufl uss deutlich höher als ihn eine Leitung verkraften kann. Aber auch auf diese Situationen will die Bernauer Stadtverwaltung vorbereitet sein. Ziel ist es laut Janowiak, das Gelände so zu modellieren, dass eine bessere Abgrenzung zwischen Park und Grundstücken hergestellt wird. Als der Regenguss fi el, liefen bereits Maßnahmen, um dieses Vorhaben umzusetzen. „Die Stadt tut auf dem Gebiet, was sie kann. Die Eigentümer sind aber auch verpfl ichtet, ihre Grundstücke zu schützen“, so der Baudezernent.


Auch Biesenthal wurde vergangene Woche Donnerstag von den Niederschlagsmassen heimgesucht. Dort waren die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr seit morgens um kurz nach 7 Uhr im Einsatz, wie ihrer Facebook-Seite zu entnehmen ist. Sie hatten nicht nur mit der Überfl utung der Rettungswache zu kämpfen, sondern wurden zu mehreren Einsätzen in der Birkenallee, dem Grünen Weg, auf dem „Kulti“-Gelände oder am Friedhofsweg gerufen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, holten sie sich Verstärkung durch die Löschgruppen Danewitz, Melchow und Rüdnitz. In Panketal wurden durch den lang anhaltenden Niederschlag Straßen überschwemmt, die daraufhin für den Verkehr gesperrt wurden.

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