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Datum: 26.07.2018
Rubrik: Kunst & Kultur

„Zum Geburtstag keine Kinder“

Storchenmuseum Rathsdorf-Altgaul feierte sein 40-jähriges Bestehen

Rathsdorf-Altgaul (ma). Auch in Altgaul hat der Nestor des Naturschutzes und Bad Freienwalder Ehrenbürger seine Spuren hinterlassen. Auf seine Initiative hin, wurde vor 40 Jahren dort ein Storchenmuseum gegründet. Ein Anlass, der am vergangenen Samstag gefeiert wurde. Aber ausgerechnet im Jubiläumsjahr gibt es keinen Storchennachwuchs. Ein junges Storchenpaar hat sich auf dem Schornstein in Altgaul niedergelassen. Die Störchin scheint noch nicht geschlechtsreif zu sein, vermuten die Experten. Bei Störchen ist dies wohl erst nach drei Jahren der Fall. „Zum 40. Geburtstag keine Kinder“, bedauert Sybille Knospe, vom Haus der Naturpfl ege, das Fehlen von Jungstörchen in diesem Jahr. Immerhin gäbe es das junge Paar, welches von den Kita- Kindern auf Franz und Frieda getauft wurde. Sybille Knospe bedankte sich bei den vielen Helfern, die in den letzten 40 Jahren das Storchenmuseum aufbauten und erhielten. Sie nannte unter anderem die Familie Wartenberg, die gleich nebenan wohnt, und sich in drei Generationen um den Storchenturm kümmerte. „Ein Mann hat sich die Mühe gemacht und die Geschichte aufgeschrieben. Er hat sich durch Archive gewühlt und Bürger befragt“, übergab Sybille Knospe das Wort an den Wriezener Manfred Kleße. Er selbst war am Aufbau des Museums beteiligt. Der ehemalige Ziegelbrennofen an der Straße zwischen Wriezen und Bad Freienwalde sei ab 1976 vor dem Verfall gerettet worden. Denkmalschutz und Naturschutz konnte so in einem Objekt verbunden werden. „Bereits im November 1976 fanden die ersten Arbeitseinsätze statt“, berichtete Manfred Kleße. Er gab einen historischen Abriss der vergangenen 40 Jahre. Mit Hilfe der Baubrigade der LPG Altranft seien 1977 mehr als 20 Anhänger Erde und Schutt abgebaggert und abtransportiert und die Umfassungsmauer freigelegt worden. Mitglieder des Kulturbundes Bad Freienwalde beteiligten sich ebenfalls an den Arbeiten. Bereits in dieser Aufbauphase hätte Kurt Kretschmann von verschiedenen Institutionen Materialien für die Gestaltung der künftigen Lehrschau erhalten. Am 19. Juli 1978 wurde das Storchenmuseum mit etwa 70 Exponaten eingeweiht. Die Bedingungen seien anfänglich nicht die besten gewesen - die Exponate mussten täglich mit Folie abgedeckt werden. Bewegung hinsichtlich der Weiterentwicklung des Objekts gab es erst wieder nach 1990. Umfangreiche Maurerarbeiten am unteren Teil des Turmes wurden durchgeführt. Mit fi nanzieller Hilfe der Otto-Stiftung wurden der Rundgang um den Turm und der Eingangsbereich überdacht. Schwierigkeiten führten in den 40 Jahren immer wieder zu Schließungen des Storchenmuseums. Der NABURegionalverband Oberbarnim setzte sich 2004 aktiv für seine Fortführung ein. Seit 2014 ist das Haus der Naturpfl ege Träger des Storchenmuseums. Es sei für die Verwaltungsaufgaben zuständig, während der NABU weiterhin für die Ausstellung verantwortlich zeichnet, resümierte Manfred Kleße. Anschließend begann ein buntes Programm für Kinder und Erwachsene.

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