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Datum: 16.08.2018

Altlandsberger Chaussee: Nun wird es ernst

Baustart an der L33 für den 10. September anberaumt – weiträumige Umleitungen

Petershagen/Eggersdorf (e.b./kat/sd). Die L33 ist eine der meist befahrenen Straßen in Brandenburg und in einem teils desolaten Zustand. Nutzer und Anwohner sind mit Protestaktionen bis in die Ministerien gegangen und nun gespannt auf die ersten baulichen Maßnahmen.

Protestaktionen, Plakate, die den desolaten und gefährlichen Zustand der Altlandsberger Chaussee in Eggersdorf anprangern, vor-Ort-Termine mit Ministern - viel ist getan worden, um die Sanierung der Landesstraße zu forcieren. Auch von Seiten der Gemeindeverwaltung wurde immer wieder nachgehakt. Zuletzt wurde der letzte Abschnitt der Straße in Richtung Altlandsberg in der Nacht auf Tempo dreißig runter reguliert. Jedoch blieben größere Maßnahmen bislang aus, da bei baulichen Veränderungen immer das Gesamtkonzept im Auge behalten werden müsse, wie es aus dem Bauamt heißt.

Nun werden die Sanierungsmaßnahmen konkreter. Am 15. August fand die Bauanlaufberatung statt. Der Baubeginn ist für den 10. September geplant, wie Pressesprecherin Kathleen Brandau mitteilt.

Aufgeteilt in mehrere Bauabschnitte sind weiträumige Umleitungen über Bruchmühle und die Umgehungsstraße (L303) erforderlich und werden entsprechend ausgeschildert. „In Bruchmühle entlang der Landsberger Straße werden vier Baustellenampeln errichtet. In Petershagen/Eggersdorf wird es an der Uhlandstraße und an der Ecke Landsberger/Wilhelmstraße eine Baustellenampel geben. Für den Anlieger- und den Busverkehr wird es Sonderregelungen geben“, beschriebt Brandau das Szenario.

Der erste Bauabschnitt führt von der Mühlenfließbrücke am Ortseingang von Eggersdorf bis an die Mittelstraße. Aus der Mittelstraße auf die Chaussee rechts abzubiegen, bleibt vorerst möglich. Die Brücke ist für Radfahrer und Fußgänger weiterhin passierbar, da nach dem Abriss der Brücke eine Behelfsbrücke gebaut wird. Läuft alles planmäßig, kann der erste Bauabschnitt noch in diesem Jahr beendet werden.

Für das Gesamtvorhaben entlang der zwei Kilometer langen Landesstraße sind zwei Jahre angesetzt. Neben der neuen Fahrbahn wird ein Regenwasserkanal sowie ein kombinierter Geh- und Radweg beidseitig der Straße ebenso entstehen wie ein Radfahrstreifen. „Vor allem Pendler nutzen die Straße. Wenn noch Radfahrer, die bislang kaum andere Möglichkeiten haben, zwischen den LKW und PKW unterwegs sind, kommt es schnell zu gefährlichen Situationen und sogar zu Unfällen. Deshalb ging es bei den Planungen besonders darum, diese Lage zu entschärfen“, ergänzt Kathleen Brandau.

Weiterhin werden insgesamt sieben Verkehrsinseln errichtet, darunter eine große im Bereich des Zugangs zum Strandbad Bötzsee. Bislang konnte die Gemeinde an der stark von Fußgängern genutzten Stelle Tempo-30-Schilder aufstellen, um das Überqueren etwas sicherer zu gestalten. „Dazu entsteht eine weitere größere Insel am Ortseingang aus Richtung Radebrück und die Straßenbeleuchtung in der gesamten Ortsdurchfahrt wird erneuert“, so Kathleen Brandau weiter.

Nähere Information erhalten die Anwohner per Infoschreiben und Umleitungen werden zeitnah ausgeschildert. Auf der Webseite des Landesbetrieb Straßenwesen unter www.ls.brandenburg.de können sich Interessierte und Betroffene zudem aktuell informieren.

 

BU: Lange und öffentlichkeitswirksam haben sich Anwohner und Einwohner für eine Sanierung der Altlandsberger Chaussee eingesetzt, zu Kundgebungen aufgerufen, sogar einen Fahrradkorso organsiert und Infrastrukturministerin Kathrin Schneider eingeladen. Foto: BAB/sd


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