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Datum: 12.09.2018
Rubrik: Gesellschaft

Auf drei Rädern durch die Stadt

Die Hausmeister der Stadt Eberswalde testen vier Monate lang ein Lastenfahrrad

Eberswalde (hs) Ein letzter prüfender Blick, dann schwingt sich Enrico Eschert, Teamleiter der Hausmeister der Stadt Eberswalde, auf das Lastenfahrrad. Das Chike E-Cargo, wie das ziemlich stylisch wirkende Fahrrad heißt, wird die nächsten vier Monate von Mitarbeitern der Stadt Eberswalde getestet. Zur Verfügung gestellt wird das Rad vom Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR). Das Institut versteht sich als Wegbereiter für ein umwelt- und sozialverträgliches Verkehrssystem. Unter dem Motto „Ich entlaste Städte“ stellt das DLR 150 Lastenfahrräder unterschiedlichen Typs sowohl privatwirtschaftlichen Unternehmen als auch dem öffentlichen Sektor für Testzwecke zur Verfügung. Unterstützt werden sie dabei vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU). Einen Überblick über die verschieden Arten von Fahrrädern konnten sich Interessierte in der vergangenen Woche im Verkehrsgarten der Verkehrswacht verschaffen. Die Stadt Eberswalde und der Verein Transition Thrive luden zum Informationsnachmittag rund um das Lastenrad ein. Egal ob „Long John“, „XYZ“ oder „Chike E-Cargo“ - alle Modelle stehen für eine neue Form der Mobilität. Untersuchungen ergaben, dass rund die Hälfte des innerstädtischen Warenverkehrs durch Lastenräder erledigt werden könnte. Ob für Kurier-, Paket- oder Lieferdienste, für Hausmeisterservice und Handwerker, die Lastenräder sind eine ernst zu nehmende Alternative.

Das gilt auch für die Stadtverwaltung der Waldstadt. Schon 2013 verabschiedete die Stadt ein integriertes Energie- und Klimaschutzkonzept mit ambitionierten Zielen. Eines davon ist die Reduzierung der Kohlendioxid-Emission. Folgerichtig geht nun die Verwaltung den nächsten Schritt und testet ein Lastenrad für den dienstlichen Einsatz. Aber nicht nur die Hausmeister sollen das Bike nutzen. Wie Silke Leuschner, Leiterin des Stadtentwicklungsamts und Eberswaldes Klimaschutzmanager Jacob Renner bei der Veranstaltung andeuteten, sollen auch Mitarbeiter des Bauhofes und des Eberswalder Zoos am Test teilnehmen. Sollte dieser positiv verlaufen, so denkt die Stadt über die Anschaffung von Lastenräder für den Dienstgebrauch nach. Bert Bessel, Leiter des Amtes für Hochbau und Gebäudewirtschaft Eberswalde, hatte dann auch gleich eine Idee, wie man die Anschaffung finanzieren könnte. Erst vor wenigen Tagen erhielt die Stadt Eberswalde für die energetische Sanierung des Bürgerbildungszentrums Amadeu Antonio den Energieeffizenzpreis 2018 des Landes Brandenburg. Verbunden ist diese Auszeichnung mit einem Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro. Dieses Geld würde er gerne für die Anschaffung einsetzen, unterstrich Bessel am Rande der Veranstaltung. Auch andere öffentliche Einrichtungen und Unternehmen aus Eberswalde möchten sich zukünftig stärker mit dem Thema Lastenfahrrad auseinandersetzen, hieß es bei der Infoveranstaltung. (Bildquelle: Blitz/hs)  

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