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Datum: 18.09.2018

Besser und mehr wohnen

Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften stellen Pläne vor

Strausberg (sd). Die Entwicklung in der Vorstadt schreitet voran: Während im Südcenter die Prognosen von Netto übertroffen wurden und das Einkaufszentrum wächst, stellen Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften ihre Planungen vor.


Da Bernhardt Kutzner-Gabriel und Jens Lange verhindert waren, übernahm Bürgermeisterin Elke Stadeler anlässlich der Bürgerversammlung Vorstadt einige Ausführungen zum Südcenter. So lobte sie die große Leistung und sehr positive Entwicklung in der letzten Zeit. Anfang November soll die umgestaltete Apotheke wiedereröffnen. Von Seiten Nettos wurde verlautbart, die Entwicklung sei sehr zufriedenstellend, Umsatzprognosen seien sogar um bis zu 15 Prozent übertroffen worden. Gleichfalls wurde dem Personal des Markendiscounts großer Dank zugesprochen. Auch Physiotherapie und Bistro hätten ihre Zufriedenheit geäußert. Aktuelle Gespräche mit einem Nachmieter der alten Netto-Fläche zögen sich indes noch hin.


Den Blick auf die Entwicklung der Wohngebiete lenkte Frank Wessel. Der technische Vorstand der Wohnungsbaugenossenschaft „Aufbau“ stellte die positive Entwicklung der Genossenschaft dar, die neben der Teilsanierung des aktuellen Bestandes der 532 Wohnungen ermögliche, sondern auch Neubau. „Wir haben keinen Leerstand zu verzeichnen, unser Angebot konzentriert sich auf barrierefreies und -armes sowie sozialverträgliches Wohnen“, so Wessel. Schwerpunkt sei derzeit die Sanierung der denkmalgeschützten Häuser in der Seehaussiedlung mitsamt Herrichtung des Umfeldes. Über acht Jahre werden insgesamt etwa zehn Millionen Euro investiert. Parkplätze, Service- und Müllhäuser sind weiterhin Teil der sukzessive durchgeführten Aufwertung im Komplex Landhausstraße und Paul-Singer-Straße.


Nächstes und übernächstes Jahr soll der Bau in der Wriezener Straße 32 saniert werden. Gemeinsam mit weiteren Vermietern und dem Quartiersmanagement ist ab 2021 vor allem die Umfeldsanierung am Marienberg angedacht. „Eine Nummer größer“ ist der angedachte Neubau auf dem Garagenareal an der Gustav-Kurtze-Promenade. Auf 6.300 Quadratmetern soll der Wohnraum verdichtet werden, 76 neue Wohnungen entstehen. Dabei sollen die vier neuen Gebäude großzügige Tiefgaragen bieten. „Wir legen großen Wert auf einen Mietermix“, betont Frank Wessel. Auch die Volkssolidarität solle neue Räume erhalten. Doch zuvor müsse das Grundstück von der Stadt abgekauft werden. Zudem würden Fördermittel für sozialen Wohnungsbau geprüft.


Unter dem Oberbegriff „Neubau Försterweg 1a-e“ stellte Dr. Martina Jakubzik vom Vorstand die Zukunftspläne der „Neues Wohnen“ Wohnungsbaugenossenschaft vor. Ebenfalls auf einem ehemaligen Garagenkomplex sollen 76 Wohnungen in vier Viergeschossern und einem Fünfgeschosser entstehen. Modern und barrierefrei mit Tiefgaragen liegt der Fokus beim Mehrgenerationenwohnen. Dazu kommen Räume für die Verwaltung vor Ort und Gemeinschaftsräume. Je nach Verlauf der Ausschreibungen könne noch 2018 der Baubeginn erfolgen. 2019 und 2020 könnten die beiden Bauabschnitte fertiggestellt werden.


Während die ersten Mieter in den Neubau der Strausberger Wohungsbaugesellschaft (SWG) an der Lindenpromenade einziehen, gehen die Arbeiten in den Außenbereichen Max-Reichpietsch-Ring und Paul-Singer-Straße weiter voran. Außerdem werden teils Wohnungen umgebaut und Treppenhäuser instandgesetzt. Bereits begonnen wurden erste Arbeiten an Fassaden und Balkonverkleidungen in der Lindenpromenade 10 und 11. Auch 2019 werde weiter in den Außenbereichen gearbeitet, wie Geschäftsführer Mathias Wegner-Repke erklärt. Zudem gehe der Neubau an der Hohensteiner Chaussee gut voran. „Wenn alles planmäßig verläuft, kann 2020 die Straßensanierung der Lindenpromenade folgen“, so Wegner-Repke. Auf Nachfrage ergänzte der SWG-Chef, dass im Albin-Köbis-Ring derzeit kein weiterer Ausbau mit Fahrstühlen vorgesehen sei. „Um wirtschaftlich und planbar zu bleiben, können wir nur etappenweise Arbeiten ausschreiben und durchführen“, fügt Wegner-Repke hinzu und verweist auf eine Prioritäten-Liste.


„Es passiert einiges in der Vorstadt und vieles wurde schon erreicht, nicht zuletzt dank sachlich-kritischer Bürger und zahlreicher Partner“, verabschiedete Elke Stadeler und freut sich auf ähnlich großen Zuspruch zu zehnten Bürgerversammlung im nächsten Jahr.



BU: Dr. Martina Jakubzik (links) stellt die Planungen der Wohnungsbaugenossenschaft "Neues Wohnen" am Försterweg 1 vor.       Foto: BAB/sd



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