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Datum: 14.11.2018

Kleiner Schnitt, große Bedeutung

Wandel des Stadtteils Rehberge von Militärgelände zu Gewerbe- und Wohngebiet abgeschlossen

Bernau (fw). „Was lange währt, wird endlich gut“ - mit diesem altbekannten Sprichwort fasste Bernaus Bürgermeister André Stahl die Situation im Gewerbegebiet Rehberge zusammen. Seit Mitte der 1990er-Jahre hatte die stadteigene Grundstücksentwicklungsgesellschaft STAB damit zu tun, das seit den 1930er-Jahren militärisch genutzte Gelände einer neuen Bestimmung zuzuführen. Das ist über die Zeit auch gelungen. Dort haben sich nicht nur Gewerbe angesiedelt, sondern auch Wohnbebauung und ein Sportareal für Freizeitaktivitäten sowie Behörden sind dort vorzufinden. Am Mittwoch wurde die letzte Straße offiziell eingeweiht, so dass die 45 Hektar große Fläche zwischen Schönower Chaussee und Wandlitzer Chaussee nun fast gänzlich entwickelt ist.

Der obligatorische Banddurchschnitt von Stahl, STAB-Geschäftsführer Thomas Rebs und seinem Mitarbeiter Andreas Müskes symbolisierte die Freigabe der Carl-Friedrich-Benz-Straße, die für 825.000 Euro neu gebaut wurde. Sie ist mit der Werner-von-Siemens-Straße verbunden, die bislang in einer Sackgasse endete. Durch den Neubau ist ein uneingeschränkter Verkehr im Gewerbegebiet möglich und fünf neue sowie drei bestehende Einheiten erhielten eine zusätzliche Anbindung. Östlich der Konrad-Zuse-Straße werden derzeit noch Wohnhäusern gebaut und es laufen die Planungen für die letzten Grundstücke, auf denen im kommenden Jahr Einfamilienhäuser und Geschosswohnungen entstehen sollen.

Stahl zeigte sich mit der Entwicklung des Gebietes sehr zufrieden, da alle Grundstücke vergeben sind. Auch im sich anschließenden Gewerbegebiet Schönow gibt es keine freien Plätze mehr. Die einzig verfügbaren Gewerbeflächen hat Bernau derzeit in Albertshof zu bieten. Dabei war die Entwicklung Rehberges keinesfalls einfach, denn es mussten Altlasten entfernt werden und die Gebäudesubstanz war marode. Auch die Naturschutzrichtlinien vereinfachten die Situation nicht. Doch mit der Unterstützung des Landkreises und der Gewährung von Fördermitteln durch das Land Brandenburg ist es gelungen, das Gebiet wieder nutzbar zu machen. Auch die Grundstücksvergabe gestaltete sich zeitweise als schwierig, doch durch das Wachstum der Stadt und die gute Anbindung an die Autobahn wurden der STAB die Grundstücke in den letzten Jahren „aus den Händen gerissen“, wie es Müskes von der Bauregie bezeichnete. Dabei war vor allem Rehberge wegen seiner verkehrsgünstigen Lage gefragt, doch auch das Gewerbegebiet Schönow ließ sich gut vermarkten. „Dort ist viel Bautätigkeit zu sehen, was ein Erfolg für die Wirtschaftsförderung ist“, so Stahl.  

Da inzwischen ein Großteil der Gewerbeflächen Bernaus entwickelt und vergeben sind, muss sich die STAB neue Aufgaben suchen. Ziel bleibe es laut Stahl aber, dass weitere Areal für die gewerbliche Nutzung gefunden werden, vorzugsweise am Stadtrand und durch den öffentlichen Personennahverkehr gut erreichbar. „Wir wollen weder die Anwohner belasten, noch den eh schon starken Verkehr durch die Stadt vergrößern“, sagte der Rathaus-Chef am Rande des Termins.

Foto: Frank Wollgast

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