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Datum: 19.10.2018

Kommunale Mitbestimmung ab der Schule

Kinder- und Jugendparlament verstärkt - Kinder und Jugendliche stärker in Stadtpolitik einbinden

Strausberg (sd). Bei ihrer letzten Versammlung bestätigten die Stadtverordneten auch die Wahl neuer Mitglieder des Jugendparlaments und begrüßten das Engagement der jungen Strausberger. Mit Paragraf 18a der Kommunalverfassung des Landes Brandenburg sollen Kinder und Jugendliche noch mehr in kommunale Entscheidungsprozesse eingebunden werden, was so schnell wie möglich in der grünen Stadt am See umgesetzt werden soll.

Vor den versammelten Stadtverordneten stehen, Blumen und Glückwünsche mit Handschlag von Bürgermeisterin Elke Stadeler und dem Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung Steffen Schuster entgegennehmen. Ungewohnt und etwas aufregend ist dieser erste Schritt für Moritz Gierke (Anne-Frank-Oberschule), Pia Knoblich, Finn Stirnat, Lasse Vergin und Yahel Viering (alle Theodor-Fontane-Gymnasium). Die Schülerinnen und Schüler verstärken künftig das Jugendparlament der Stadt.

Sieben Jahre ist es her, dass Anja Looke die ersten Nachwuchsparlamentarier begleiten konnte. Mit dem neuen Paragraf 18a der Kommunalverfassung des Landes sollen die Kinder und Jugendlichen stärker als bisher in die Politik eingebunden werden. „Da passt es sehr gut, dass unser Jugendparlament nun Zuwachs erhält“, freut sich die Kinder- und Jugendsozialarbeiterin der Stadt. Damit wächst die politische Vertretung der jüngsten Strausberger auf elf an. Turnusmäßig alle zwei Jahre werden im nächsten Frühjahr die Vertreter der Schülerinnen und Schüler neu gewählt. „Ziel ist es, von jeder Schule im Stadtgebiet Vertreter zu haben, damit wir ein flächendeckendes Meinungsbild der Jugend und ebenso viel Input erhalten“, erklärt Looke. Ein 32-köpfiges Parlament ist erhofft, um die Mitbestimmung auf festere Füße zu stellen. Ebenso wichtig ist dabei, dass regelmäßig neue Parlamentarier nachrücken.

Erstmals gibt es an den Strausberger Schulen im nächsten Frühjahr Wahlen. „Bisher meldeten sich die Parlamentarier eher freiwillig. Damit wollen wir alle Schülerinnen und Schüler ins Boot holen. Sie sollen nicht nur mitgenommen werden, sondern auch demokratische Grundprinzipien erfahren und ausleben“, so Anja Looke weiter. Schülerinnen und Schüler der einzelnen Klassenstufen können sich demnach in das Kinder- und Jugendparlament wählen lassen. Bis zum Wahltag am 20. Februar 2019 ist noch etwas Zeit, weitere Bewerber zu finden, die die Interessen der Jungstrausberger vertreten.

Dazu gehöre nicht nur zu wissen, wie es an den einzelnen Schulen und dem näheren Umfeld aussieht, sondern auch Erfahrungen und Entwicklungen aus den Stadtteilen und Wohnumfeldern einzubringen. „Wir haben viele Parlamentarier vom Fontane-Gymnasium, jedoch wenige aus Grundschulen und aus dem Gebiet Hegermühle“, unterstreicht Anja Looke den Wunsch nach mehr Beteiligung. Natürlich stelle die Arbeit als Jungparlamentarier zusätzliche Aufgaben, doch vor allem können die Kinder und Jugendlichen über diese Vertretung wirklich etwas bewegen. „Bisher konnten wir mehrere Projekte einleiten und umsetzen, doch über das Parlament sollen alle Nachwuchsstrausberger mitgenommen werden, wozu wir ihre Unterstützung brauchen. Gemeinsam können wir etwas bewegen, zumal nach dem neuen Mitbestimmungsparagrafen Kinder und Jugendliche stärker angehört und in die Entwicklungsprozesse der Stadt eingebunden werden sollen“, führt Anja Looke aus. Je mehr sich beteiligen, desto mehr könne für die gesamte Stadt erreicht werden. Dabei geht es um Freizeitgestaltung, Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten, Bildung, Ausbildung und vieles mehr. „Wer seine Heimat mitgestaltet, identifiziert sich stärker mit ihr und fühlt sich letztlich wohler, wovon alle profitieren können“, ergänzt Looke und verweist auf die Stärkung von Ausbildungsmöglichkeiten in Strausberg, um den Nachwuchs langfristig zu halten.

Am 21. November wird von 8.30 bis 13.30 Uhr zur nächsten Jugendkonferenz in die Ton-Halle eingeladen. „Es geht unter anderem um den Mitbestimmungsparagrafen und die Vorbereitung der Kommunalwahl im nächsten Jahr, dazu gibt es noch weitere Themen, die in einer aktuell laufenden Online-Umfrage bestimmt werden“, so Looke. Unter www.jupa-srb.de sind aktuelle Termine und Informationen rund um die Vertretung der Jüngsten der Stadt zu finden.

BU: Verstärkung im Kinder- und Jugendparlament: Lasse Vergin (TFG), Yahel Vierung (BundtStift), Pia Knoblich (TFG), Finn Stirnat (TFG), Moritz Gierke (Anne-Frank-Oberschule) (von links nach rechts).     Foto: BAB/sd

 

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