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Datum: 18.02.2019

Stöbber-Erpe „auf dem richtigen Weg“

Verbandsversammlung: Satzungsänderung, Beiträge konstant, Probleme durch Dürre und Vermüllung

Rehfelde (sd). Zur Verbandsversammlung des Wasser- und Bodenverbandes (WBV) Stöbber-Erpe wurde in den Rehfelder Bürgersaal geladen. Während der Verband insgesamt zunehmend aus seiner Schieflage herauskommt, wurden notwendige Satzungsänderungen beschlossen und kann der Beitragssatz auch 2019 im dritten Jahr bei 11,60 Euro/Hektar gehalten werden.

„Beitragsdiskussionen, vor allem seit 2013, werden sukzessive beigelegt“, leitet WBV-Chef Jens Schubert ein. „Die Beitragsbescheide für 2018 sind ohne Widersprüche und damit reibungslos abgewickelt. Zudem können wir zwei neue Mitglieder in der Wasserunterhaltung begrüßen. Die Vergangenheit wird bereinigt“, fasst Schubert zusammen.

Einstimmig wurde der Beschluss zur dritten Änderung der Satzung angenommen. „Es handelt sich hauptsächlich um redaktionelle Änderungen, die aufgrund der neuen Wasserbetrieblichen Verordnung erforderlich sind“, so Diplom-Ingenieur Thomas Arnold weiter. Das betreffe eine neue Mitgliederstruktur, neue Definition der Aufgaben des Verbandes, die verpflichtende Aufstellung eines Gewässerunterhaltungsplans, die betriebswirtschaftliche Ausweisung von vier statt bisher drei Kostenstellen eine Anpassung der Vertretungsregelung und Stimmverteilung.

„Erst ab 2018 eine ordentliche Bewegung“ erwartet Peter Vahle, Geschäftsführer der VHL Vahle & Langholz GmbH Wirtschaftsprüfergesellschaft, wie er zu Beginn seiner Ausführungen zum Jahresabschluss 2017 erklärt. Die Umsatzerlöse aus Beiträgen bewegen sich auf einem normalen Niveau, während Rechtskosten und Altverpflichtungen immer mehr zurückgehen. Die Bilanz gleiche eher der eines Kreditinstituts. „Ruhigere Fahrwasser“ und eine „normale Bilanz für einen solchen Verband“ erwartet der Wirtschaftsprüfer und Steuerberater etwa 2019.

„Es ist noch nicht optimal, wir sind noch nicht da, wo wir hin wollen, aber der Weg ist der richtige“, unterstreicht Verbandsvorsteherin Elke Stadeler. „Die Beiträge sind ausreichend für eine schwarze Null, auch wenn es im Moment schwer ist, die Sondereffekte zu eliminieren“, ergänzt Peter Vahle und hält fest, der Verband könne kostendeckend arbeiten.

Zur Änderung des Beitragssatzes II 2013 kann Jens Schubert Positives vermelden: „Wir haben jetzt eine gute Situation und die Risiken von 2013 ausgemerzt, sodass die Beiträge von 23,30 Euro/Hektar auf 16,40 Euro gesenkt werden.“ Die daraus resultierende Änderung der Bescheide für 2013 falle jedoch je nach Gemeinde und Kommune unterschiedlich aus, da die Zahlungen ganz oder teilweise erfolgten. Ob die Zahlungen noch in diesem Jahr erfolgen, kann Schubert jedoch nicht mit Sicherheit sagen.

Entsprechend wird auch für 2019 mit einer schwarzen Null geplant. Unter Berücksichtigung aller Risiken könne der Beitragssatz stabil bei 11,60 Euro/Hektar gehalten werden. Damit ist der Satz seit 2017 unverändert.

Die Ergebnisse der Verbandsschau stellte der Gewässerschaubeauftragte Harry Mundt dar. „Wir haben vielerorts Austrocknungen aufgrund der ausbleibenden Niederschläge“, stellt er schon zu Beginn fest. Nach den vorliegenden Zahlen setzte der Wassermangel in einigen Gebieten bereits ab April merklich zu. Weniger als die Hälfte der Niederschlagsmengen ist in diesem Jahr gefallen, sodass es um den Landschaftswasserhaushalt derzeit schlecht stehe. „Für die Natur sind das katastrophale Zahlen“, so Mundt. Für den Umgang mit Wasser müsse stärker sensibilisiert werden, zumal derartige Wetterlagen künftig häufiger werden können. Auch die Gewässervermüllung mache zunehmend zu schaffen. Dass die Zusammenarbeit mit Ordnungsämtern und Kommunen verbessert werden könne und der Landkreis Märkisch-Oderland bei Wasserentnahmen mehr tätig werden solle, führt Harry Mundt weiter aus.

Biberaktivitäten hätten indes nachgelassen, würden nun zum Herbst jedoch wieder intensiver. Vor allem im Bereich der Märkischen Schweiz sei der Nager aktiv. Hier sei jedoch die untere Naturschutzbehörde stärker im Handlungszwang. Bärenklau hingegen sei vor allem in Hoppegarten bei Müncheberg ein dominierendes Thema, das weiter angegangen werde.

BU: Thomas Arnold (links) und Geschäftsführer Jens Schubert bei ihren Ausführungen.     Foto: BAB/sd

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