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Datum: 20.11.2018
Rubrik: Gesellschaft

Kerzen zum Gedenken über Nacht

Veranstaltung zum Volkstrauertag – Unbekannte hinterließen Zeichen

Herzfelde (sd). Auch in Herzfelde fand am Denkmal nahe der Kirche ein Gedenken in kleiner Runde zum Volkstrauertag statt. Wiederum hinterließen Unbekannte Kerzen und Blumen an der Gedenkstelle.

Zum Volkstrauertag, fast genau hundert Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs, fanden sich wieder einige Anwohner am Denkmal in Herzfelde ein. „Denken, Gedenken, Trauer, Hoffnung“ stützt sich Ortsteilsvorsteherin Gesa Soballa in ihrer kurzen Rede auf Auszüge aus jener Ansprache des ehemaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck. So habe der Volkstrauertag Bedeutung für den Staat und seine Repräsentanten, die Bevölkerung und die Familien im Speziellen und werde jeweils begangen. Gedenken und Trauer gelten indes eher der Vergangenheit, denken hingegen der Gegenwart. „Wir erinnern und gedenken der Menschen, Opfer von Krieg und Gewalt. Dabei kommt Hoffnung auf, die in die Zukunft weist, uns und künftigen Generationen Mut macht für ein friedliches und tolerantes Miteinander“, so Gesa Soballa.

Durch Kriegshandlungen direkt oder indirekt betroffen, vertrieben, geflohen, verfolgt wegen Rasse, Lebensweise, Krankheit oder Behinderung – all derer sollte gedacht werden. „Doch unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung und Verantwortung dem Frieden gegenüber“, schließt Soballa ihre Ausführungen. In einer anschließenden Schweigeminute gedachten die Anwesenden im kleinen Kreis der Opfer. Neben dieser offiziellen Gedenkveranstaltung, zu der sich oft nur ein kleiner Kreis von nicht einmal zehn Gästen zusammenfindet, wird bereits seit Jahren das Denkmal auch von Unbekannten aufgesucht. „Am 9. November, als sich das Ende des ersten Weltkriegs jährte, wurden Kränze und Kerzen abgelegt“, berichtet Gesa Soballa. Regelmäßig wurden bislang auch zum Volkstrauertag Hinterlassenschaften gefunden, die die Unbekannten zumeist im Schutz der Dunkelheit und recht unbemerkt platzierten.

Am Abend des Volkstrauertags fanden sich auch dieses Jahr wieder Kerzen am Doppeldenkmal der Gefallenen des deutsch-französischen Krieges sowie des Ersten Weltkriegs.

BU: Einige Herzfelder trafen sich zum Gedenken anlässlich des Volkstrauertags am Doppeldenkmal der Opfer des deutsch-französischen Kriegs und Ersten Weltkriegs aus dem Ort.        Foto: BAB/sd

 

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