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Datum: 23.11.2018
Rubrik: Sport

Alte Hasen haben Aufschlag

Teilnehmerrekord bei 23. Senioren-Volleyball-Cup – Neulinge überraschen

Petershagen/Eggersdorf (sd). Spaß am Spiel, der Bewegung und der gemeinsamen Zeit ist keine Frage des Alters, auch wenn Ü50 bereits als Senioren gezählt werden. Zur 23. Auflage des Senioren-Volleyball-Cups in der Giebelseehalle konnte sogar ein Teilnehmerrekord vermeldet werden.

Old Schmetterhands, Netzgiganten, Mühlenberger Oldies, VCS Netzbroiler, Eggersdorfer Oldiefighter, Zwietracht Spreenhagen, Mühlenberg 4 und TuS Hellersdorf – schon die Namen deuten an, dass es beim jüngeren Turnier in der Giebelseehalle vor allem um Gemeinsamkeit und Spaß ging. Mit neun Teams konnte Organisator Eberhard Stucki einen neuen Rekord verkünden. Zudem sind seit dem letzten Turnier vor knapp einem Jahr noch drei neue Teams dazugekommen.

„Neu sind dieses Mal die Super-Gruppe, die Vize-Gruppe und die Oldie-Gruppe“, so Eberhard Stucki, der von Anfang an bei dem Volleyball-Cup der etwas anderen Art dabei ist. Nach den ersten beiden Jahren hat er gar die Organisation insgesamt übernommen und ist seither „der Chef“. Regelmäßig fragt er bei den Vereinen an, wer Hallenkapazitäten und Personal stellen kann. Dieses Mal kam er so wieder zu seinem Heimatverein Blau-Weiß Eggersdorf zurück. Neben Bier für alle Teilnehmer gab es für die Gruppensieger jeweils noch Pokale.

„Petershagen war mal bei uns zu Gast, zudem haben wir ein paar Kontakte unter den Spielern und nun genügend Spieler über 50 zusammen“, erklärt Helmut Temann, wie es zur Teilnahme des Neulings aus Spreenhagen kam. In der Altersklasse gäbe es solche Turniere nicht so oft. „Sonst fahren wir auch bis Oldenburg, um mit unseren Senioren spielen zu können. Hier ist der Weg deutlich kürzer und wir haben im Gegensatz zu Spreenhagen eine tolle Halle“, so Temann weiter. In der LOS-Liga seien acht Teams vertreten, trainiert wird einmal die Woche. Es sei ein tolles Turnier und die Spreenhagener kommen gerne wieder.

Etwas frischen Wind brachten die drei neuen Teams in das Turnier, sodass einige der langjährigen Teilnehmer spielerisch doch „etwas zu knabbern“ hatten.  Unter den ersten der Vorrunde trafen in der Super-Gruppe Hellersdorf, Spreenhagen und die VC Strausberg „Netzbroiler“ aufeinander und platzierten sich in dieser Reihenfolge. Unter den Zweitplatzierten der Vorrunde setzten sich die „Old Schmetterhands“ vom Blau-Weiß Petershagen/Eggersdorf vor den Mühlenberger Oldies und den Eggersdorfer Oldiefightern durch. In der Oldie-Gruppe machte der KSC Strausberg die Spitze fest, gefolgt vom SV Mühlenberg 4 und den Netzgiganten aus Neuenhagen.

„Spreenhagen ist eine echte spielerische Wundertüte“, so André Fuhrmann von den Mühlenberg Oldies. Regelmäßig sind die Mühlenberger dabei. „Das ist ein anderer Rahmen als in der Stadtliga. Ein ausgeglichenes Leistungsniveau und wir treffen viele alte Bekannte wieder“, so Fuhrmann weiter. Sollten nicht genügend Spieler über 50 verfügbar sein, können die Teilnehmer auch bis zu zwei Frauen aufs Feld bringen.

„Wir haben auch regelmäßig in Polen gespielt. Als Volksvolleyballmannschaft sind wir regelmäßig bei diesem Turnier“, so Jörg Weller vom KSC Strausberg. Das Team ist bereits so lange dabei, wie es den Senioren-Cup gibt. Weller ist selbst ursprünglich Fußballer und kam während der Lehre in den 1970er Jahren über eine Sportgruppe im Betrieb zum Volleyball, dem er bis heute treu geblieben ist.  „Die Mannschaft, der Teamgeist machen den Reiz aus. Ganz nebenbei bewegen wir uns, haben allerlei Kontakt, was in der heutigen Gesellschaft im Alter nicht selbstverständlich ist“, fasst Weller zusammen und erinnert an schwieriger gewordene Bedingungen bei der Hallenbelegung.

„Es soll um den Spaß gehen“, unterstreicht Volker Jost, Leiter der Abteilung Volleyball bei Blau-Weiß Petershagen/Eggersdorf. Peter Rietschel vom Blau-Weiß Eggersdorf fügt hinzu: „Wir sind inzwischen eine große Familie geworden.“ Neben dem Spaß und der gemeinsamen Zeit, die nicht mit dem Abpfiff endet, sei es „eine tolle Truppe, die im Spiel mit Ehrgeiz dabei ist“, so Rietschel weiter. „Manchmal muss man sich abreagieren – Sport ohne Emotionen passt einfach nicht. Wir sitzen nachher sicherlich noch auf ein Bier zusammen und diskutieren. Hier wird deutlich, wie wichtig das Miteinander doch ist“, schließt Peter Rietschel.

BU: Gespielt wurde parallel auf drei Feldern in der Giebelseehalle, zwei Sätze bis 25 Punkte.Foto: BAB/sd

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