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Datum: 07.12.2018
Rubrik: Gesellschaft

Bescherung unter freiem Himmel

Waldweihnacht in der Nachsorgeklinik / Kinder und Angehörige genossen unterhaltsames Programm

Bernau (fw). Ein Weihnachtsbaum mit einer Lichterkette, einladende Sitzbänke und einige Feuerstellen machen aus dem Hinterhof eines der Gebäude der Kindernachsorgeklinik in der Bernauer Waldsiedlung einen gemütlichen Ort für die Waldweihnacht. Auch in diesem Jahr sorgten die Mitarbeiter dafür, dass die Patientenfamilien einen stimmungsvollen Nachmittag miteinander verbringen, bevor sie ihren Heimweg antreten. In der Dämmerung versammelten sich am Nikolaustag Eltern und Kinder auf der Wiese unter freiem Himmel, um gemeinsame Zeit miteinander zu verbringen und das Programm zu genießen.

Dabei durfte auch der Bernauer Weihnachtsmann, der Elf und der Engel nicht fehlen. Sie kommen schon seit vielen Jahren zu der Veranstaltung der Reha-Klinik, um den jungen Patienten und ihren Angehörigen eine Freude zu machen. Dieses Mal muss sich das festliche Trio allerdings gedulden, bevor sie ihre Geschenke verteilen können. Bevor sie dran sind, gibt es einige Programmpunkte. Nach der Eröffnung durch Geschäftsführerin Sandra Bandholz wird Schauspieler Sönke Möhring begrüßt, der einer Unterstützer der auf Spenden angewiesenen Einrichtung ist. Er betonte, dass sich im vergangenen Jahr viel getan habe und hob Sitzmöbel, den Sandkasten und die Tischtennisplatte hervor, die neu angeschafft wurden. Auch darüber, dass Entwicklungen bezüglich des Klinikneubaus in Strausberg zu sehen sind, drückte er seine Freude aus.

Zu einer Waldweihnacht gehören aber auch Geschichten. Für gespannte Kinder-Gesichter sorgte Physiotherapeut Alexander Schmidtke. Er las aus dem Buch „Lisa und ihr Tannenbaum“ vor, was bei einigen seiner Zuhörer lautstarke Begeisterung auslöste. Der Inhalt sprach aber nicht nur die Kinder an, sondern war auch die Überleitung zum Baumschmücken. Neben der Lichterkette, die bereits angebracht war, hängten die Kinder und ihre Angehörigen Ornamente und Kugeln an die Tanne. Im Anschluss daran stimmten alle Gäste den Klassiker „Oh Tannenbaum“ an, bevor sie zu Punsch und selbst gebackener Stolle eingeladen wurden.

Für Zirkusatmosphäre sorgte der Bernauer Verein Glückskind e.V. mit akrobatischen Darbietungen. Die jungen Artisten zeigten, was sie bei ihrem regelmäßigen Training gelernt haben. Nach der Aufführung waren dann endlich der Weihnachtsmann und seine zwei Helfer dran. Inzwischen setzte der Regen ein und die gemütliche Stimmung schien zu kippen. Doch die Geschenke-Vergabe löste nicht nur Freude aus, sondern sorgte auch dafür, dass die gute Laune weiterhin bestehen blieb. Nicht nur die Kinder waren dankbar, sondern auch der Bernauer Weihnachtsmann. Er geht nämlich einem Beruf nach und konnte nur aufgrund des Verständnisses seines Arbeitgebers in die Kindernachsorgeklinik kommen. „Daher gilt mein Dank Taxi Vorwerk“, sagte er am Rande der Veranstaltung.

Ein Geschenk verteilte der Weihnachtsmann auch an Nancy Meyer und ihre Tochter Lina Jolie. Das sieben Monate alte Mädchen wurde kürzlich operiert, weil sie zwei Löcher im Herzen und zu enge Lungenarterien hatte. Durch die Operation ist nun aber wieder alles im Lot. Sie und ihre Mutter aus Bad Freienwalde erholen sich nun vier Wochen lang in der Bernauer Einrichtung, um die nervenaufreibende Zeit zu verarbeiten. Sie genießen ihren vierwöchigen Aufenthalt und kehren pünktlich zu Weihnachten zurück nach Hause. Dann geht die Kindernachsorgeklinik in ihre Schließzeit, bevor am 2. Januar 2019 neue Familien anreisen.

Die Einrichtung selbst verteilte aber nicht nur Geschenke, sie bekam selbst auch welche. So überreichte der Bezirksverband der Gartenfreunde Berlin-Hellersdorf neben Sachspenden auch einen Scheck über 501 Euro, der durch die Mitglieder zusammen kam. Der dazugehörige Verein Goldkörnchen e.V. legte noch einmal 500 Euro drauf, die die Kleingärtner sammelten. Ihnen ist es wichtig, dass ihre Spenden wirklich ankommen und dass regionale Zwecke unterstützt werden. Mit der Scheckübergabe fand die Waldweihnacht ihren freudigen Abschluss.

Foto: Frank Wollgast

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