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Datum: 12.12.2018

„Toller Landkreis mit tollen Menschen!“

Landrat Daniel Kurth traf sich mit dem ODF und dem Blitz, um eine erste Bilanz zu ziehen

Barnim (hs). Mehr als 100 Tage ist Daniel Kurth Landrat im Kreis Barnim. Bewegte erste Wochen und Monate liegen hinter ihm, denn zunächst galt es, sich einem Überblick über die Region, die verschiedenen Akteure und den Menschen hier zu verschaffen. Neben traurigen Momenten, wie zum Beispiel die erst vor kurzem stattgefundene Beisetzung des Grünen-Lokalpolitikers Thomas Dyhr, gab es auch viele schöne Begegnungen, wie Kurth in einem Pressegespräch versicherte. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihm die Übergabe des ersten Bauabschnitts an der Schule in Schwanebeck. Viele aufgeregte Schüler fieberten der Eröffnung entgegen. Beeindruckt zeigte er sich von den Unterrichtsräumen, die in Schwanebeck neu entstanden sind. Dass er als Landrat angekommen ist, merkt man immer wieder im Gespräch mit ihm. So sprach er im Zusammenhang mit dem Schulneubau davon, dass „wir da was Schönes geschafft haben“, auch wenn dieses Projekt von seinem Vorgänger Bodo Ihrke angeschoben wurde. Dies wirkt keineswegs aufdringlich, eher respektvoll. Denn Respekt vor dem Amt hat er durchaus. So sprach der Landrat davon, dass er „täglich die Last der Verantwortung spürt“ und verwies dabei auch auf die Komplexität der Entscheidungen, die getroffen werden müssen. Ob er die Entscheidung bereut hat, Landrat zu werden, beantwortet Kurth ohne lange zu überlegen mit einem entschiedenen „Nein“. Im Gegenteil, gibt ihm doch die neue Aufgabe mehr Raum, gestaltend auf die Region einzuwirken. Die Erkenntnis, dass dieser Raum aber auch für einen Landrat begrenzt ist, wurde ihm besonders bei Treffen mit Einwohnern und Ehrenamtler im ländlichen Raum, wie zum Beispiel in Groß Schönebeck und Oderberg, deutlich. Der Wunsch nach einer flächendeckenden Versorgung mit Fachärzten, nach einem besseren öffentlichen Nahverkehr kann er nur in Zusammenarbeit lösen. Gerne greift er dabei auf ein Zitat seines Vorgängers zurück: „Ein Landrat kann keine Schienen verlegen.“Aber, und dies ist Kurth wichtig, ein Landrat kann sich dafür einsetzen.

Die Zeit des Redens sollte nach der Wahl vorbei sein. „Jetzt muss geliefert werden“ ist ein weiteres Motto des neuen Landrats und hat Taten folgen lassen. Im Wahlkampf wurden immer wieder die langen Wartezeiten bei der Erteilung einer Baugenehmigung kritisiert. Kurth reagierte und lies eine neue Stelle in der entsprechenden Behörde schaffen, um Anträge schneller zu bearbeiten.

Dennoch liegen noch viele Aufgaben vor Daniel Kurth. Aber er hat ja auch noch siebeneinhalb Jahre Zeit. (Bildquelle: Blitz/fb)

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