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Datum: 12.12.2018
Rubrik: Gesellschaft

Ein Ort, wo Azubis gerne lernen

Sparkasse Barnim erhält IHK-Zertifizierung als exzellenter Ausbildungsbetrieb

Eberswalde (hs) Die Mühe hat sich gelohnt. Vor nicht allzu langer Zeit bewarb sich die Sparkasse Barnim bei der IHK Ostbrandenburg um das Zertifikat für exzellente Ausbildungsqualität. Umfangreiche Fragebögen wurden ausgefüllt, der Ausbildungsbetrieb beim Besuch der IHK-Prüfer vor Ort vorgestellt. Am Dienstag war es dann soweit. Aus den Händen von Michael Volker, Leiter des IHK- Geschäftsbereich Aus- und Weiterbildung, konnten Uwe Riediger, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Barnim, Personalleiterin Nadine Schmidt und Ausbildungsverantwortliche Birgit Menzel das begehrte Zertifikat entgegennehmen. Darauf sind Riediger und seine Mitarbeiter sehr stolz. Denn hinter der unscheinbar wirkenden Urkunde steckt sehr viel. Gerade mal 20 Unternehmen in Ostbrandenburg dürfen offiziell mit exzellenter Ausbildungsqualität werben, dies bei rund 1.200 Betrieben, die eine Ausbildung anbieten. Die Anforderungen sind sehr hoch und werden im Zertifizierungsprozess eingehend geprüft. Was aber unterscheidet die Sparkasse Barnim von anderen Unternehmen? Dazu muss man verschieden Facetten näher beleuchten. Ein Gradmesser für gute Ausbildung zeigt sich unter anderem darin, wie lange Mitarbeiter im Unternehmen verbleiben und wie groß die Aufstiegschancen sind. Hier verweist Riediger nicht ohne Stolz auf den Umstand, dass alle Vorstandsmitglieder und die erste Führungsebene aus Mitarbeitern bestehen, die bei der Sparkasse Barnim ausgebildet wurden. Für den Vorstandschef ein Zeichen dafür, dass nicht nur gut aus- sondern auch weitergebildet wird. Mittlerweile starten Jahr für Jahr fünf Azubis die Ausbildung zur Bankkauffrau beziehungsweise zum Bankkaufmann. Früher waren es meist zehn, Anfang der 1990er Jahre sogar 20 pro Jahrgang. Für Riediger ist es wichtig, nach Bedarf auszubilden. Im Grunde genommen hat jeder Azubi nach der Ausbildung die Chance, übernommen zu werden. Zumindest das erste Jahr nach dem Abschluss ist durch den Tarifvertrag abgesichert. Die meisten bleiben jedenfalls länger, was auch Nadine Schmidt bestätigt. Allerdings hat die Sparkasse auch mit dem demografischen Wandel zu kämpfen. Bewarben sich vor nicht allzu langer Zeit noch mehr als 100 Schulabgänger um die begehrten Ausbildungsplätze, hat sich diese Zahl in den letzten Jahren bei rund 25 Bewerbern eingependelt. Eine Entwicklung, die Schmidt und Riediger durchaus mit Sorge betrachten, zumal nicht jede Bewerbung den Anforderungen und Erwartungen entspricht. Daher kooperiert die Sparkasse schon seit einiger Zeit mit Schulen im Landkreis. So haben Schulklassen die Möglichkeit, bei Filialen vor Ort hinter die Kulissen zu schauen, mehr über das Arbeiten in einer Bank zu erfahren. Dazu dient auch das alljährliche Planspiel Börse. Aber auch ein Schülerpraktikum kann den Blick für diesen Beruf schärfen. Hier, so Schmidt, ist die Nachfrage stets groß und ergänzt, dass es zukünftig Aufgabe sein muss, die Praktikanten noch mehr zu begeistern, damit sie sich dann bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz auch bei der Sparkasse bewerben. Wer in den nächsten Monaten die Schule abschließt und sich vorstellen kann, eine Ausbildung zum Banker zu beginnen, kann sich noch für das kommende Ausbildungsjahr 2019/20 bei der Sparkasse Barnim bewerben. Gesucht werden nicht nur junge Leute mit Abitur. Ein erfolgreicher Abschluss der zehnten Klasse kann durchaus reichen. Wichtig ist, dass man offen ist, Spaß am Umgang mit Menschen hat, sich als Problemlöser und Teamplayer sieht sowie ein gewisses mathematisches Verständnis mitbringt, so Riediger am Rande der Verleihung des Zertifikats. Bei der Suche nach neuen Azubis werden die Verantwortlichen der Sparkasse auch von den derzeitigen Auszubildenden unterstützt. So haben diese einen Kurzfilm gedreht, wo sie sich kurz vorstellen und aus ihrem Alltag plaudern, so manches Vorurteil dem Beruf gegenüber in charmanter Art aus dem Weg räumen. Zu sehen sein wird der Film demnächst im Kino, aber auch in den Social Medien. Auch hier stellt sich die Sparkasse den Anforderungen der heutigen Zeit bei der Personalgewinnung. Dass das Personal anschließend in guten Händen ist, davon konnte sich das IHK-Prüferteam um Michael Volker überzeugen. Das sich auf diesen Lorbeeren nicht ausgeruht werden kann, wissen Riediger und seine Kollegen. Denn in zwei Jahren steht schon die Rezertifizierung ins Haus. (Bildquelle: Blitz/hs)   

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