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Datum: 28.01.2019
Rubrik: Gesellschaft

Besuchermagnet Eberswalder Berufemarkt

Mehr als 1.400 Interessierte bei der 23. Auflage

Eberswalde (hs). Manchmal bedarf es einen leichten Stoß in den Rücken, wie von Sabine Vogt, die ihre Tochter Lena an den Stand der Stadt Eberswalde schiebt. Ob sie später eine Ausbildung im Verwaltungsbereich machen möchte, weiß die Fünfzehnjährige aus der Uckermark noch nicht. Auf jeden Fall ist der Berufemarkt, der am vergangenen Samstag zum bereits 23. Mal im Oberstufenzentrum II Barnim stattfand, eine gute Möglichkeit, sich einen umfassenden Überblick über Ausbildungsmöglichkeiten in der Region zu verschaffen. Insgesamt 96 Aussteller hatten ihre Stände in den Räumen und auf den Fluren des OSZ aufgebaut. Dies ist in der 23-jährigen Geschichte der Messe-Rekord, wie Friedhelm Boginski, Bürgermeister der Stadt Eberswalde, in seiner Eröffnungsrede betonte und dabei auch an die Anfänge erinnerte. Dass dieses Format sich im Laufe der Jahre so sehr etabliert hat, macht Boginski stolz. Auch in diesem Jahr hatte er für die Veranstaltung, die gemeinsam vom OSZ, der Agentur für Arbeit und der Stadt Eberswalde organisiert wurde, die Schirmherrschaft übernommen. Um Rekorde geht es aber nicht, betonte Sabine Endmann, verantwortlich für Presse und Marketing in der Agentur für Arbeit. Vielmehr möchten die Veranstalter den Schulabgängern und Schülern möglichst viele Berufsbilder nahebringen. So konnten sich die Besucher über mehr als 90 verschiedene Ausbildungsberufe informieren, vom Altenpfleger bis Zootierpfleger. Während gerade im Pflegebereich händeringend nach Nachwuchs gesucht wird, kann sich der Zoo Eberswalde nicht über mangelnde Bewerbungen bewerben. Gerade die Zoo-Dokus im Fernsehen haben die Zahl der Interessierten spürbar steigen lassen, wie eine Mitarbeiterin des Zoo bestätigte. Dass der Beruf des Zootierpflegers nicht nur aus Streicheleinheiten für die Tiere besteht, machte Lukas Krumholz deutlich. „Man muss da durchaus wetterfest sein, auch körperlich beansprucht einen der Beruf“, erzählt der Azubi im dritten Lehrjahr den interessierten Zuhörern. Dennoch hat er seine Entscheidung nie bereut und würde sie immer wieder so treffen. Diese authentischen Berichte von aktuellen Azubis ist das, was den Berufemarkt ausmacht. Und natürlich auch, dass dieser Samstagvormittag ein Event für die ganze Familie ist, so wie bei Lena und ihrer Mutter aus der Uckermark. (Bildquelle: Blitz/hs)

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