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Datum: 29.01.2019
Rubrik: Gesellschaft

Wald von großer Bedeutung

„Bernau.Pro.Klima“ erhebt Werte für Bernauer Stadtplanung vor dem Hintergrund des Klimawandels

Bernau (fw). „Was bedeutet uns der Wald?“, „Welche Bedeutung hat er für das Stadtklima?“ oder „Wie sieht die Zukunft des Waldes aus?“ - das waren zentrale Fragen, die der Workshop des Projektteams „Bernau.Pro.Klima“ stellte. Bei der Beantwortung sollten Bürger im Rahmen einer Veranstaltung helfen, die vergangene Woche Montag im Oberstufenzentrum Barnim in Bernau stattfand. Rund 40 Gäste kamen in das Audimax der Schule. Es sollte jedoch nicht so einfach werden, die Meinung des Publikums einzufangen, denn wissenschaftliche Arbeit ist komplex und manchmal erschließt sich der Sinn nicht gleich.

Zuerst sollten die Teilnehmer mitteilen, was ihnen der Stadtwald und umliegende Wälder bedeuten. Die Antworten reichten von Erholung (Spaziergänge, Radfahren) über Nahrungssuche (Jagd, Pilze, Kräuter) hin zur Brennholz- und Papiergewinnung. Referentin Jeanette Blumröder ordnete die Vorschläge den Kategorien Versorgung, Regulation und Kultur zu. Im Anschluss sollten die Gäste drei Fragen beantworten. Sie zielten auf die Nutzung und die Bedeutung des Waldes in der Gegenwart und in der Zukunft ab. Jede Frage musste allerdings dreimal beantwortet werden – einmal unter dem Aspekt Versorgung, einmal bezogen auf die Regulation und einmal für den Bereich Kultur. So gab es neun Durchgänge, bei denen die Teilnehmer ihre persönliche Einschätzung durch einen von vier verschiedenfarbigen Coins zum Ausdruck bringen konnten.

Dieses etwas komplizierte Vorgehen sorgte bei manchen Workshop-Teilnehmern für Verwirrung. Es wurde lauter im Saal, es gab Nachfragen und auch etwas Unmut bezüglich der Sinnhaftigkeit war zu vernehmen. Trotzdem werkelten die Mitarbeiter der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde eifrig an der finalen Präsentation: Zu sehen waren schließlich besonders viele orange und rote Coins pro Frage. Das bedeutet: die Teilnehmer glauben, dass sehr viele Menschen von den Ökosystem-Leistungen des Waldes profitieren und dass sie auch in Zukunft sehr wichtig sein werden.

 Nach einem kurzen Vortrag der Referentin fanden sich die Besucher in kleinen Gruppen an bereit gestellten Tischen zusammen, um weiter zu arbeiten. Die Ergebnisse des Abends sollen Auswirkungen auf die Stadtplanung Bernaus haben. Dafür arbeitet die Stadtverwaltung mit der Hochschule zusammen. Konkret soll herausgefunden werden, welche Herausforderungen und Chancen für eine Stadtentwicklung vor dem Hintergrund des Klimawandels bestehen. Der Workshop zum Thema Wald war der dritte in der Reihe, mit deren Hilfe eine Strategie zur Klimaanpassung in Bernau entwickelt werden soll. Der nächste Workshop findet am 18. Februar 2019 in der Rotunde der Grundschule am Blumenhag in Bernau statt und beginnt um 18 Uhr. Im Fokus steht dann das Thema Gewässer.

Foto: Frank Wollgast

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