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Datum: 06.02.2019
Rubrik: Gesellschaft

10.000 Euro für Gemeinnützigkeit

Rotary Club Bernau vergibt Spendenschecks an sieben Vereine und Einrichtungen

Bernau (fw). Der Rotary Club Bernau hatte mit dem Verkauf von knapp 2.000 Adventskalendern Ende letzten Jahres einen großen Erfolg erzielt. Die so genannte Weihnachtstombola brachte insgesamt 10.000 Euro ein. Damit erzielten die Rotarier das beste Ergebnis für die Aktion, die zum dritten Mal durchgeführt und von Projektleiter Klaus Dieter Becker initiiert wurde. Nachdem 2016 ein Reinerlös von 4.000 Euro zusammenkam, konnte die Summe ein Jahr später auf 6.500 Euro erhöht werden. Über die erneute Steigerung der Erträge freut er sich natürlich. „Da ist aber noch Platz nach oben“, sagt der Bernauer.

Das Geld behält die Organisation, die zum Großteil aus Unternehmern besteht, nicht selbst. Ganz dem Motto der Weltgemeinschaft folgend, gibt sie die Erlöse an die Gemeinschaft weiter. Im Falle der Bernauer Rotarier sind das Vereine und gemeinnützige Einrichtungen, die auf Spenden angewiesen sind. Am Dienstagabend überreichte Sekretär Karl-Heinz Wenzlaff insgesamt sieben Schecks an regionale Akteure. Sie waren in das Restaurant Schwarzer Adler in die Bernauer Innenstadt gekommen und nutzten die Chance, auf ihre Arbeit aufmerksam zu machen.

Zwei Vereine konnten sich über je 2.500 Euro freuen. Der Reitverein Integration Bernau e.V. möchte das Geld für den Bau eines Pflasterweges zum WC-Container nutzen, der im vergangenen Jahr angeschafft wurde. Der stellvertretende Vorsitzende Hendrick Falk lobte den Club für seine unternehmerische Arbeit: „Sie sollten einen Preis dafür bekommen“.  Eltern helfen Eltern Bernau e.V. möchte die Summe für den Ferienkurs nutzen, sagte das Vorstandsmitglied Steffi Kalinka. So können Aktivitäten wie etwa Zoo-, Tierpark- oder Schwimmbadbesuche finanziert werden.

Für die restlichen Begünstigten gab es jeweils 1.000 Euro. Darunter auch der Evangelische Verein „Auf dem Drachenkopf“ e.V. Zwar werde die Hospizarbeit für die Landkreise Barnim und Uckermark geleistet, doch nach Bernau eingeladen und Spenden zu bekommen, sei ungewöhnlich, räumte der Vereinsvorsitzende Horst Ritter ein. Das Geld soll für einen neuen Polsterstuhl „mit Gangschaltung“ eingesetzt werden. Claudia Wilke nahm den symbolischen Scheck für die Kindernachsorgeklinik Berlin-Brandenburg entgegen. Mit dem Geld soll eine Logopädin finanziert werden, die Kleinkinder nach einer Operation von der Sonde entwöhnt. „Das ist leider immer noch keine Kassenleistung“, informierte die Pressesprecherin der Klinik. Norbert Weich, Vereinsvorsitzender der Bernauer Tafel, will die Summe für Bücher einsetzen, die auf Weihnachtsfeiern verschenkt werden und für eventuelle Reparaturen an den Autos, die die Ausgabestellen im Landkreis mit Lebensmitteln versorgen. Chris Greunke, Geschäftsführer der Barnimer Freidenker, möchte die 1.000 Euro für das Freizeithaus Yellow nutzen, das im fünften Jahr in Trägerschaft des Vereins ist. „Das Gebäude ist in die Jahre gekommen“, sagte er. Daher könnte in die Modernisierung oder Inneneinrichtung investiert werden. Der noch junge Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Rüdnitz möchte das Geld für die Ausbildung der Jugendfeuerwehr nutzen, die Anfang März durchgeführt werden soll. Falls noch etwas übrigbleibt, wird das für ein Zeltlager genutzt.

In diesem Jahr feiert der Rotary Club Bernau sein 20-jähriges Bestehen. Seit seiner Gründung hat er viele gemeinnützige Projekte ins Leben gerufen. Dazu zählen neben der Weihnachtstombola unter anderem „Lesen, lernen, Leben lernen“, wodurch in den vergangenen elf Jahren 10.000 Bücher an Kinder in Bernau und Barnim verschenkt wurden und die Vergabe des Georg-Rollenhagen-Preises an engagierte Jugendliche. Deutschlandweit gibt es rund 1.100 Rotary Clubs mit etwa 55.000 Mitgliedern. Die Geschichte der Organisation geht bis ins Jahr 1905 zurück, als sie in der US-amerikanischen Stadt Chicago gegründet wurde.

Foto: Frank Wollgast

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