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Datum: 09.02.2019

Geräusch-Belastung zu groß

Bernau: BVB stellt Antrag für besseren Lärmschutz an der A 11

Bernau (fw). Angelika Lüdtke lebt seit 1999 im Blumenhag in Bernau. „Als wir das Haus gekauft haben, wurde uns versprochen, dass die Autobahn tiefer gelegt und Pflüsterasphalt aufgebracht wird. Nichts ist passiert“, sagt sie. Ihr geht es wie einigen anderen Anwohnern von Bernauer Wohngebieten, an denen die Autobahn A 11 vorbei führt: Sie leiden unter dem Lärm, der ihrem Empfinden nach zugenommen hat. Karl Bauer gehört ebenfalls dazu: „Ich lebe seit 60 Jahren hier und man hat uns nie für voll genommen“, so der 82-Jährige. Er beklagt, dass die Lärmschutzwände zu niedrig und zu kurz sind. An der Ecke Sonnenblumen- / Resedastraße ist die Lärmschutzwand nur etwa zwei Meter hoch, auch die Vegetation ist spärlich.

Bei einem Vor-Ort-Termin der Fraktion BVB/Freie Wähler machten ihr Vorsitzender Péter Vida und Mitglied Thomas Strese am Freitagabend auf die Situation aufmerksam. Mit einem Antrag, den sie in die März-Sitzung der Stadtverordneten einbringen wollen, soll der Lärmschutz verbessert werden. Ziel ist eine neue Lärmbelastungsanalyse in Auftrag zu geben, die besonders auf die A 11 eingeht und eine Lärmprognose beinhaltet. Laut Vida liege zwar eine solches Gutachten vor, doch es sei vier Jahre alt und somit überholt. Daraus gehe auch hervor, dass der Grenzwert von 44.000 Fahrzeugen pro Tag nicht überschritten werde. „Die Anzahl sagt nichts über die Lärmbelastung aus“, kritisiert der Landtagsabgeordnete.

Ein weiterer Punkt des Antrags betrifft die Vorhabenträger neuer Wohngebiete. Sie sollen verpflichtet werden, Maßnahmen zum Lärmschutz zu treffen und die Finanzierung der Verlängerung bestehender Lärmschutzwände zu übernehmen. Als Begründung für diese Forderung wird in dem Antrag darauf hingewiesen, dass durch neue Wohngebiete mehr Verkehr und dadurch mehr Lärm entstehen würden. Um dem Anliegen mehr Gewicht zu verleihen, sammelt BVB/Freie Wähler derzeit Unterschriften von Anwohnern, die den Antrag unterstützen. Sie sollen übergeben werden, wenn er auf der Tagesordnung der Stadtverordneten steht.

Foto: Frank Wollgast

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