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Datum: 12.01.2019
Rubrik: Gesellschaft

Bildreicher Rück- und Ausblick

Petershagen/Eggersdorf (sd). Zu seinem ersten Neujahrsempfang der Gemeinde als Bürgermeister brachte Marco Rutter etwas neuen Schwung mit, blickte zurück und auf viele kommende Herausforderungen.

Die Einweihung des Erweiterungsbau der FAW-Schule sei sicherlich nur einer der Höhe-punkte eines ereignis- und arbeitsreichen Jahres gewesen, begrüßte Rita Schmidt in der Giebelseehalle. Das neue Jahr werde nicht weniger spannend, so die Vorsitzender der Gemeinde-

vertretersitzung mit einem Blick auf die anstehende Wahl weiter. Alle seien aufgefordert, ihr Wahlrecht zu nutzen und sich vielleicht sogar aufstellen zu lassen, um gemeinsam Akzente zu setzen und die Gemeinde zusammen weiterzubringen.

Statt einer Rede gestaltete Marco Rutter seinen Jahresrückblick und die anschließende Vorausschau als Moderator einer Präsentation. Bei seiner Vorbereitung und Zusammenstellung habe er bewusst wieder erlebt, wie vielfältig das Doppeldorf sei und was doch alles angegangenen, abgeschlossen und angefangen wurde, wie Rutter ausführt. Besonders das „stete und wachsende Vereinsengagement“ lobte er, ebenso wie die Entwicklung neuer Formate wie dem Career Compass, der nach seiner gelungenen Premiere gemeinsam mit Partnern der Metropolregion Ost fortgesetzt werde, sodass ein jeder davon profitiere. Auch Strandbad- und Neptunfest mit Bootskorso hätten neuen Schwung bekommen und sollten nun im Wechsel mit dem Dorfangerfest stattfinden, um Kapazitäten besser nutzen zu können. Mit dem ersten Adventssingen und dem Aufstieg der ersten Männermannschaft in die Brandenburgliga blickte Rutter auf weitere Höhepunkte zurück. „Wir als Verwaltung können die Arbeit der Vereine nur unterstützen, aber das so gut wie möglich“, schließt Rutter vor den traditionellen Ehrungen und Auszeichnungen.

Nachdem der neue Haushalt bereits im Dezember beschlossen wurde, gäbe es viel Handlungsbedarf. In Bildungslandschaft, Kinderbetreuung, Infrastruktur und anderen Bereichen seien Entscheidungen zu lange aufgeschoben worden, was „uns nun ein Stück weit auf die Füße fällt“. Stellvertretend verwies er auf den baufälligen Zustand der Bibliothek in Petershagen. Im Rahmen der geplanten Maßnahmen solle indes gleich der gesamte Dorfanger zu einem Ensemble und damit praktisch zu einem neuen Quartier weiterentwickelt werden. Doch vor allem müsse die Erweiterung der Petershagener Grundschule wieder in die angemessenen Bahnen gelenkt und schnellstmöglich abgeschlossen werden.

All dies seien Entwicklungen im Ort, für und mit den Bewohnern, die eine Verwaltung allein kaum stemmen könne, so Rutter weiter. Entsprechend freue er sich auf die weitere partnerschaftliche Gestaltung des Ortes und stelle sich ebenso den „notwendigen Diskussionen“, mahnte jedoch, dass so nicht für „unnötige Verzögerungen gesorgt, sondern die gemeinsame Kompromissfindung“ bestärkt werden sollten. Daher forderte auch er auf, mit den anstehenden Wahlen sich selbst einzubringen und Kandidaten zu wählen, die Interessen konsequent und aktiv vertreten und im Sinne der Gemeinde zu handeln bereit sind.

BU: Freut sich auf die neue Zusammenarbeit: Krystyna Pławska (Mitte) von der polnischen Partnergemeinde Bogdaniec mit Marco Rutter (rechts) und Rita Schmidt (links).     Foto: BAB/sd

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