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Datum: 18.01.2019

Schnellstmöglich vorankommen

Sanierung der Altstadt macht Fortschritte und nähert sich dem Ende

Strausberg (sd). Bereits seit 26 Jahren werden Objekte in der Strausberger Altstadt Schritt für Schritt saniert. Mit noch einzelnen offenen Vorhaben nähert sich das geförderte Projekt allmählich dem Ende.

Bereits zum 25. Mal legt Dr. Uwe Schieferdecker von der Brandenburgischen Stadterneuerungsgesellschaft (BSG) vor den Vertretern der Stadtverwaltung und -verordneten Bericht über den aktuellen Stand des Großvorhabens ab. Als „echten Sprung“ hebt Schieferdecker hervor, dass im letzten Jahr mit insgesamt 1.262.391 Euro Städtebauförderungsmitteln, 521.365 Euro mehr abgeflossen sind. Damit wurden die Restmittel im Bund-Länder-Programm „Städtebauliche Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen“ deutlich reduziert. Förderschwerpunkt waren dabei das Bahnhofsumfeld Stadt und die Verbindung zwischen dem Bahnhof und der Altstadt.

Doch auch an den verbleibenen Einzelvorhaben ging und geht es voran, wie Uwe Schieferdecker ausführt. Die Verteuerung der Baumittel und volle Auftragsbücher der ausführenden Firmen gehörten inzwischen zu den schwierigen Rahmenbedingungen. Prominent am Eingang zur Altstadt gelegen, ist das Objekt Georg-Kurtze-Straße 1 bereits seit Jahrzehnten im Fokus der Öffentlchkeit. Nachdem die Baugenehmigung im Herbst 2017 ausgelaufen war, stellte Grundstückseigentümer Benno Klein einen neuen Bauantrag, der im September genehmigt wurde, sodass es nun sichtbar vorangeht. „Wir wollen so schnell es geht fertig werden“, sagt Klein, der neben Genehmigungssorgen auch mit Baufirmen und Gerüchten hadert.

Ähnlich sieht es auch auf dem gegenüberliegenden Grundstück von Dirk Hennig aus: „Wir sind derzeit in Verhandlungen und Planungen, um endlich weiter zukommen“, erklärt Hennig auf Nachfrage. Sobald die Witterung mitspiele und Aufträge vergeben seien, sollen erkennbare Schritte folgen.

Die Sanierungsarbeiten am Einzeldenkmal Markt 8 seien inzwischen gut vorangekommen, während gegenüber am Platz die Schlussrechnung für das Fördervorhaben Markt 14 erstellt worden sei. Auch das Neubauvorhaben Markt 12 entwickle sich gut. aus persönlichen Gründen habe sich der Baubeginn am Gebäude Markt 15 verschoben, es sei aber eine Übereinkunft mit den Eigentümern gefunden worden, sodass auch dieses Gebäude „demnächst angefasst wird“.

Das ehemalige Kino am Markt 13 wurde in einem weiteren Schritt gesichert. Mit dem kürzlich ausgelaufenen Ideenwettbewerb hofft auch der Vertreter der BSG, dass bald ein Konzept angegangen werden könne und wieder Leben in das Gebäude ziehe. Ein Betrieb mit Kino und kleiner Gastronomie werde favorisiert.

Für das Einzeldenkmal Große Straße 56 mit dem Bioladen sei indes der Bauantrag für den ersten Bauabschnitt gestellt und im Verlauf dieses Jahres sollen der Saal und der Verbindungsbau begonnen werden.

Sehr lobend geht Schieferdecker auf den Einsatz der Bauherren des Eckgebäudes am Buchhorst 20 ein und zollt ihnen Respekt, aufgrund des besonders schlechten Zustandes des Gebäudes. Am anderen Altstadteingang im Norden, Große Straße 41, hätten die Eigentümer den Förderantrag hingegen aus persönlichen Gründen zurückgezogen und wollten die Baumaßnahmen auf den Innenausbau beschränken. „Wir bleiben jedoch im Gespräch mit den Bauherren und hoffen, dass auch dieses Eckgebäude eine ansprechende Fassade erhält“, ergänz Uwe Schieferdecker.

Im Bereich des Erweiterungsgebietes Stadtmauerumfeld ist besonders der Abschluss der Sanierungsarbeiten am Einzeldenkmal Bahnhof der Strausberger Eisenbahn in der Walkmühlenstraße zu erwähnen. „Ohne Fördermittel, wohl aber unter Nutzung der steuerlichen Sonderabschreibung in Sanierungsgebieten, ist hier binnen weniger Jahre ein echtes Schmuckstück entstanden“, schließt Dr. Uwe Schieferdecker.

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