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Datum: 13.03.2019
Rubrik: Gesellschaft

Ehrung in besonderer Kulisse

Marienkirche diente als Veranstaltungsort für den diesjährigen Frühlingsempfang der Stadt Bernau

Bernau (fw). Der Star des diesjährigen Frühjahrsempfangs der Stadt Bernau war der Veranstaltungsort. Mit der St. Marienkirche wählte die Verwaltung eine durchaus ungewöhnliche Location für ihre jährliche Veranstaltung. Das geschah nicht grundlos, denn das Gotteshaus feiert in diesem Jahr sein 500. Jahr nach Fertigstellung. Das ist einer der Gründe, wieso Bürgermeister André Stahl seine Gäste gern dort begrüßen wollte. Was aus seiner Sicht ebenfalls dafür sprach, ist die enge Beziehung zwischen Stadt und Kirche. Sie ist ein prägendes Bauwerk und steht in nächster Nähe zum neuen Rathaus. Auch für das Leben in der Stadt biete sie einen großen Mehrwert. „Wir freuen uns über jeden, der sich einbringt und mitmacht. Dazu gehört selbstverständlich auch die Kirche“, sagte der Rathaus-Chef in seiner Ansprache am Dienstagabend.

Hausherrin Konstanze Werstat war von der Idee, ihre Kirche für den Frühlingsempfang zu öffnen, angetan und auch beim Gemeindekirchenrat fand sie Zuspruch. „Die Kirche würde ohne die Bürger der Stadt so nicht bestehen“, sagte die Pfarrerin. Sie freut sich über das wachsende Interesse an der Marienkirche, doch wies auch auf Herausforderungen hin: Anstehende Restaurationskosten würden mit 245.000 Euro doppelt so hoch sein wie geplant. Zwar gäbe es eine Förderung, doch sie deckt nicht den gesamten Betrag ab, so dass auch Spenden gern gesehen und wichtig seien. Anlässlich des Jubiläums stehen viele Veranstaltungen an. So gibt es neben einem Mal- und Fotowettbewerb auch Vorträge und ein „besonders reiches“ Konzertprogramm. Im September wird das 500-jährige Bestehen dann besonders gefeiert.

Neben der Kirche wurde der Fokus auch auf 18 ehrenamtlich engagierte Bernauer gelegt, drei von ihnen bekamen das Ehrenzeichen der Stadt für ihre besonderen Leistungen. Im politischen Bereich wurde Adelheid Reimann geehrt. Die Schönower Ortsvorsteherin setzt sich seit 1991 für die Entwicklung des Bernauer Ortsteils ein, trug Entscheidungen mit, förderte den sozialen Zusammenhalt und vermittelte zwischen Schönower und Bernauern. Ihre Auszeichnung nahm nicht sie, sondern der Schönower Harald Ueckert entgegen. Für den Bereich Sport und Gesundheit gab es zwei Ehrenzeichen. Eines davon bekam Bodo Baumbach. Der Vorsitzende des Tanzclubs Bernau e.V. hat einen großen Anteil daran, dass der Verein inzwischen mehr als 300 Mitglieder zählt und sich von einer Hobby-Institution zu einer ernst zu nehmenden Konkurrenz auf Bundesebene entwickelte. Das dritte Ehrenzeichen ging an Jörg Düring, der den SSV Lok Bernau 15 Jahre lang ehrenamtlich leitete. Er begann als Siebenjähriger damit, Basketball zu spielen und war aus Leidenschaft daran beteiligt, den Sportverein personell und sportlich zu stärken. Mit Erfolg: Inzwischen spielt er in der 2. Bundesliga. Von der Ehrung wusste er im Vorfeld nichts. „Ich bin überrascht und fühle mich sehr geehrt“, sagte er.

Die übrigen 15 Auszeichnungen gingen in Form einer Urkunde, eines Blumenstraußes und Dankesworten durch den Bürgermeister an: Christa Bauer (Volkssolidarität Barnim), Sigrid Thiel (Selbsthilfeverein Mimose), Gudrun Jebens (Kreisvolkshochschule Barnim), Ute Hentschel (Urania Barnim), Andreas Kolberg-Schwerdt (Netzwerk Gesunde Kinder), Doris Dockhorn (Bernauer Tafel), Carmen Zwirz (Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Schönow), Mario Röhl (Christlich-Missionarische Gemeinschaft), Torsten Stein (Tierschutzverein Niederbarnim), Burghard Dietloff (Brieftaubenliebhaberverein Blitz Bernau), Simone Völkel (Bauhaus Bundesschule Bernau), Mirko Hannemann (1. Ju-Jutsu-Verein Bernau), Heinz Krauß (Bernauer Sänger), Ioannis Stefanidis (TTV Top Spin Bernau) und Marcus Eccarius (Bernauer Briganten).

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