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Datum: 21.03.2019
Rubrik: Kunst & Kultur

Künstlerische Vielfalt

Schüler vom Docemus Campus Blumberg zeigen „Grüne Lernorte“ in Birkholz

Birkholz (fw). Farbenfrohe Naturimpressionen, verfremdete Fotos, Fluchtpunktperspektiven mit Bleistift und detailverliebte Papierarbeiten sind der Beweis dafür, dass sich am Docemus Campus Blumberg auf sehr unterschiedliche Art und Weise mit Kunst befasst wird. Zu sehen sind die Schülerarbeiten, die im Kunstunterricht sowie in einer Kunst- und einer Foto-AG entstanden sind, derzeit im Dorfgemeinschaftshaus in Birkholz. Sie wurden unter dem Titel „Grüne Lernorte“ zusammengefasst.

Zur Vernissage am Mittwoch kam eine Schul-Delegation aus dem Ahrensfelder Ortsteil in das benachbarte Dorf, das zu Bernau gehört. Ortsvorsteher Dieter Geldschläger freute sich nicht nur über den Besuch, sondern auch über die Vielfalt der Werke: „Es ist erstaunlich, was an der Schule gemacht wird“. Es war seine Idee, den Treffpunkt im Ortskern für die Ausstellung zu öffnen, schließlich besuchen einige junge Birkholzer die Privatschule. Schulleiter Andreas Granna dankte ihm für die Möglichkeit, die künstlerischen Arbeiten auch außerhalb der Schule zu zeigen.

Die Auswahl zeigt die unterschiedlichen Ansätze, mit denen Kunst dort vermittelt wird. Im Kunstunterricht geht es um Theorie und Fakten, so dass Schüler nach bestimmten Vorgaben arbeiten müssen, was auch bewertet wird. Stellvertretend dafür sind Formen wie Linien und Punkte zu sehen, die Grundlagen der Raumgebung sind. Auf diese Weise nähern sich die siebten und achten Klassen der Fluchtpunktperspektive an, die Teil des Kunstunterrichts der zehnten Klassen ist. „Dabei geht es um Architektur, Licht, Schatten und wenig Farben“, erklärt Kunstlehrerin Antje Reibner. Auch davon sind Beispiele in Birkholz zu sehen.

Ungezwungener geht es in den Arbeitsgemeinschaften zu. Dort können die Schüler ihrer Kreativität freien Lauf lassen. In der Kunst-AG unter Leitung von Hartmut Moreike entstand im Laufe eines Jahres ein farbenfrohes Potpourri aus Acryl, das Eindrücke aus dem Lenné-Park zeigt und direkt im Eingangsbereich des Dorfgemeinschaftshauses zu sehen ist. Aber auch andere Zeichnungen und Paper Art werden ausgestellt. Besucher können sich außerdem an Ergebnissen aus der Foto-AG erfreuen. So zieren verfremdete Aufnahmen aus dem Ort die Wand des Dorfgemeinschaftshauses. Leiterin Sandra Rittmann vermittelt ihren jungen Teilnehmern Grundlagen wie Kameratechnik, Motivsuche oder Fokus, bevor sie sich auf die Suche nach einer interessanten Aufnahme begeben. Falls das Wetter keine Aktivitäten unter freiem Himmel zulässt, widmen sich die Kids der Bildbearbeitung.

Die Schülerinnen Paula Wirth und Alea Daniel, beide aus der 9b, sowie Kristin Göritz aus der 7c kamen stellvertretend für ihre Mitschüler zu der Ausstellungseröffnung. Sie berichteten davon, dass ihnen Kunst besonders viel Spaß macht. „Es ist eine gute Auszeit vom Schulstress“, sagt Alea über den Unterricht und lobt auch die Lehrer, die sie stets motivieren würden. Kristin besucht die Foto-AG, weil ihre Patentante ihr eine Kamera geschenkt hat und sie dadurch den Spaß an der Fotografie entdeckte.

Wer einen Einblick in die verschiedenen künstlerischen Ausdrucksweisen der Blumberger Schüler gewinnen möchte, kann das ab Montag tun. Die Ausstellung ist bis zum 1. Juni zu sehen. Dieter Geldschläger ist sich sicher, dass sie von Besuchern der Veranstaltungen im Dorfgemeinschaftshaus wahrgenommen und für gut befunden wird. „Sie werden sicherlich weitersagen, dass hier derzeit etwas ganz Tolles zu sehen ist“, so der Ortsvorsteher. Die Birkholzerin Rosemarie Spies ist ein Beispiel dafür. Sie gehörte zu den Gästen und zeigte sich erfreut über die Schülerarbeiten.

Foto: Frank Wollgast

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