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Datum: 29.03.2019

Viele Unterstützer für Rettung des Kinderbauernhofs

Online-Petition gestartet / Antrag zur Änderung des Flächennutzungsplans eingereicht

Börnicke (fw). Der Kinderbauernhof Börnicke steht vor der Schließung – zumindest, wenn es nach der Unteren Bauaufsichtsbehörde des Landkreises Barnim geht. Sie hatte Betreiber Heiko Jesse kürzlich per Brief darüber informiert, dass sich die aktuelle Nutzung aus bauordnungsrechtlicher Sicht als illegal erweise. Daher fordert sie eine Nutzungsuntersagung und die Beräumung der Fläche, auf der seit vielen Jahren allerlei Tiere ein Zuhause haben und täglich von einer Vielzahl von Familien mit Kindern besucht wird.

Für den Betreiber und Inhaber des Grundstücks kam diese Forderung völlig überraschend. Zwar gab es in der Vergangenheit bereits des Öfteren Konflikte mit der Behörde, doch sie wurden seines Erachtens stets gelöst. Wenn er seinen Kinderbauernhof schließen müsste, würde ihm nicht nur eine geschäftliche Grundlage fehlen, auch die rund 300 Tiere, zu denen auch Hochlandrind Ferdinand gehört, müssten weichen.

Eine Lösung wäre die Änderung des Flächennutzungsplanes, die durch die Stadt Bernau erfolgen müsste. Derzeit werden die Grundstücke als Grünland ausgewiesen, eine Teiländerung würde jedoch rund ein Jahr dauern. Das ist zu lang, denn die kreisliche Behörde möchte bis Mitte April eine Antwort – sonst erfolgen Schließung und Räumung. Um einer schnellen Lösung Nachdruck zu verleihen, hat die Bernauer CDU eine Petition initiiert. Sie hat das Ziel, den Kinderbauernhof durch die Änderung des Flächennutzungsplans zu retten. Innerhalb von zwei Wochen hatte sie auf der Homepage www.openpetition.de mehr als 2.500 Unterstützer. „Mit einem so großen Zuspruch habe ich nicht gerechnet, das hat mich sehr gerührt“, freut sich Heiko Jesse.

Neben der Online-Aktion wurden auch bürokratische Schritte auf kommunaler Ebene unternommen. Ein Antrag zur Änderung des Flächennutzungsplans, der in der Stadtverordnetenversammlung beraten werden muss, wurde laut Daniel Sauer, Vorsitzendem der Bernauer Christdemokraten, kürzlich eingereicht. Er geht davon aus, dass er positiv beschieden wird, denn im Dorfentwicklungsplan ist der Kinderbauernhof verankert. „Klar ist aber auch, dass wir eine Übergangslösung brauchen“, sagt er. Denn wenn das Ausflugsziel für Familien erst einmal geschlossen ist, wird es nicht zu einem späteren Zeitpunkt wieder öffnen. Weitere Erkenntnisse soll die Einsicht der Akten bringen, die Jesse beim Landkreis beantragt hat.

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