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Datum: 08.04.2019
Rubrik: Gesellschaft

Morsebotschaft für seine Exzellenz

Maltas Botschafter zu Gast in der Kinderakademie / Zweiter Besuch in Eberswalde innerhalb weniger Monate

Eberswalde (hs). Bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate besuchte vergangene Woche Dienstag der Botschafter der Republik Malta, Albert Friggieri, Eberswalde. Dieses Mal war er zu Gast in der Johanniter Kinderakademie. Die Privatschule am Kupferhammerweg versteht sich als Europaschule, an der unter anderem ab der ersten Klasse Englisch unterrichtet wird. Auch die Teilnahme an der Europawoche, jährliche Europaprojekte sowie eine im Rahmenlehrplan festgeschriebene europäische Landeskunde gehören zu den Grundpfeilern des Unterrichts. Davon und von vielen anderen Dingen konnte sich der Botschafter bei einer Besichtigungstour durch das Schulgebäude, die ganz im Zeichen des Europatages stand, vor Ort ein umfassendes Bild machen.

Die 201 Schüler hatte sich gut auf ihren Besucher vorbereitet und überraschten den Gast mit umfangreichem Wissen über den Kontinent und Malta. Die ersten und zweiten Klassen, die sich im Unterricht derzeit mit dem Königreich Schweden beschäftigen, sangen ein Europalied. Friggieri revanchierte sich mit einigen Sätzen auf Schwedisch, was wiederum zu großem Staunen bei den Kleinsten der Schule führte. Diese Unbekümmertheit des Botschafters, die sich wie ein roter Faden durch den Vormittag zog, sorgte dafür, dass sich die Aufregung der Schüler aller Altersstufen legte. Und so kam es, dass der maltesische Vertreter in allen Klassen viele Fragen beantworten durfte und am Ende Autogramme auf diverse Schulhefte schrieb.

Der Besuch des Botschafters hatte aber auch einen konkreten Hintergrund. Zum einen ist die Geschichte der Johanniter mit der Mittelmeerinsel verwoben. Zum anderen sind die Schüler der Kinderakademie an einer Brieffreundschaft mit Kindern aus Malta interessiert, wie Lehrerin Franziska Waldschmidt bestätigte. Friggieri versprach, diesen Wunsch zu unterstützen und erzählte, dass er seit 58 Jahren einen Brieffreund aus Österreich hat und so Deutsch gelernt hat. Auch Martin Hoeck, dessen Stiftung den Kontakt zwischen der Grundschule und der Botschaft Maltas hergestellt hat, berichtet von seiner langjährigen Brieffreundschaft. Die Hoeck-Stiftung und der Förderverein der Kinderakademie werden zukünftig noch enger miteinander kooperieren, wie Marion Daht vom Vorstand des Vereins erzählte. Denn auch beim nächsten Europatag der Schule soll ein Diplomat begrüßt werden. Hoeck sicherte seine Unterstützung zu.

Beim abschließenden Gang über den Campus der Akademie konnte sich der maltesische Botschafter davon überzeugen, wie sich dort Altes (die schuleigene Werkstatt) mit Neuem (dem Haus der kleinen Forscher) und Geplanten (die neue Mehrzweckhalle mit Schulräumen) zukünftig miteinander verbindet.

Zum Abschluss erhielt Figgieri neben einem Erinnerungsfoto von den Schülern der sechsten Klasse ein besonderes Geschenk: Eine mit Morsezeichen geschriebene Botschaft. Eine knifflige Aufgabe für die Heimfahrt für den maltesischen Botschafter. (Foto:Blitz/hs)

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