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Datum: 16.05.2019
Rubrik: Gesellschaft

Urwald in Wandlitz

Zwischen Liepnitz- und Wandlitzsee entsteht eine Naturwaldzelle

Gut versteckt zwischen dem Liepnitz- und dem Wandlitzsee liegt ein heute kaum noch zu erkennendes Ferien- und Schulungsheim der Bereitschaftspolizei aus DDR-Zeiten. Auch nach der Wende wurde das 1,7 Hektar große Gelände noch von der Polizei weiterbetrieben. Seit 2003 ist der Betrieb dort eingestellt und die Natur hat sich einen Großteil des Areals bereits zurückgeholt.

Mittlerweile ist die Bürgerstiftung Barnim-Uckermark Eigentümer des Geländes.

Eine Naturwaldzelle wird komplett von Land- und Forstwirtschaftlicher Nutzung ausgeschlossen. Dabei wird das Gebiet idealerweise sich selbst überlassen um urwaldähnliche Strukturen anzunehmen.

Dazu ist es allerdings notwendig, die nicht heimischen Pflanzenarten zu entfernen.

Noch steht das Projekt noch ganz am Anfang. Für die Umsetzung ist eine Dauer von 10 Jahren veranschlagt, worüber das Land Berlin als ehemaliger Eigentümer auch wacht, denn die Bildung einer Naturwaldzelle war schließlich Bedingung für den Verkauf an die Bürgerstiftung.

Momentan wird der Bestand der künftigen Naturwaldzelle erfasst, womit der Biologe Ansgar Poloczek beauftragt ist.

Um das ökologische Potential des Geländes beurteilen zu können, werden aber nicht nur die hier lebenden Vögel erfasst. Auch die Reptilienfauna ist für den Biologen interessant.

Die Reptilien sind am ehesten unter den wärmenden Dachpappstücken zu finden, die hier ausgelegt sind.

Auch für Insekten bietet das Areal heute schon viele Lebensräume.

Natürlich denkt man bei einer Naturwaldzelle nicht daran, dass darin Gebäude stehen könnten, aber auch sie können einen ökologischen Wert darstellen.

Wie es mit der Naturwaldzelle weitergeht, hängt maßgeblich von den Ergebnissen des Biologen ab.

Das erste Kapitel der Geschichte ist jedenfalls aufgeschlagen. Viele weitere werden folgen.

 

 

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