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Datum: 25.06.2019
Rubrik: Gesellschaft

Es geht irgendwie weiter

Großteil der Geschäfte öffnet wieder nach Brand im Handelscentrum

Strausberg (sd). Nach dem Brand am Samstagabend, der bis in die Sonntagmorgenstunden gelöscht wurde, geht es im größten Einkaufszentrum des Landkreises weiter. Während Schadensaufnahme und die Suche nach der genauen Ursache weitergehen, öffnen die meisten Geschäfte und lassen den Betrieb so gut es weiterlaufen.

Direkt nachdem der Brand bis auf das letzte Glutnest gelöscht war, begannen noch am Sonntag die Nacharbeiten. Während sich auf der Parkfläche des Handelscentrums geradezu ein Schau-Tourismus entwickelte, bei dem sich scheinbar jeder aus nächster Nähe vom Ausmaß des Brandes überzeugen wollte, gingen drinnen die Fachleute zu Werke. Mitarbeiter der Kriminalpolizei sicherten Spuren, vernahmen Zeugen und versuchten aus vielen Spurenteilen das Puzzle der Ursache zu ergründen. Fest steht bislang, dass es sich um Brandstiftung handelte. Schien es anfangs, dass die Flammen sich von einem Reifenlager auf das Gebäude ausbreiteten, ist es nun möglich, dass der Brand doch dicht unter dem Dach entstanden sein kann.  

Schon recht früh kamen Gerüchte auf, wonach ein oder zwei zehn- bis dreizehnjährige Jungen, das Feuer gelegt haben sollen. Das kann derzeit ausdrücklich von Seiten der Polizei weder bestätigt noch ausgeschlossen werden. Auch ein Zusammenhang mit weiteren Bränden im Waldgebiet zwischen Südcenter und Albin-Köbis-Ring, am Pavillon des Seegasthofs und auf einem Fabrikgelände in Eggersdorf besteht laut den Ermittlern nicht. Ein Tatverdächtiger, der im Zusammenhang mit dem Brand im Wald vorläufig festgenommen wurde, hat mach Polizeiauskaunft zumindest einen Teil der Brände im Wohngebiet Försterweg gestanden. Der 18-Jährige gestand, in acht Fällen für Brände von Papiertonnen, Müllcontainern und Laubhaufen verantwortlich zu sein. Jeweils nachts wurden die Feuer im Wohngebiet am Försterweg gelegt.

Im Handelscentrum hatten einige Geschäfte und die Kinderarztpraxis am Montag vorläufig geschlossen. Fachleute inspizierten den Schaden und ein Statiker prüfte die Stabilität der Dachkonstruktion. Indes wurde eine Sichtschutzwand installiert, die per spezieller Dichtung auch den Brandgeruch eindämmen soll. Die freiwilligen Einsatzkräfte hatten per Gebläsen dafür gesorgt, dass sich der Rauch nicht weiter in das hintere Center ausbreiten konnte. Brandschutzvorrichtungen hielten zudem die Dämpfe auch vom E-Center fern, sodass nach kurzer Kontrolle regulär geöffnet werden konnte.

Per Schildern drücken die Verantwortlichen und Ladenbesitzer den Einsatzkrfäten ihren Dank für die schnellen und umfänglichen Maßnahmen aus. Während am Montag von den rund 60 Geschäften nur ein Viertel geschlossen blieb, war bereits am Dienstag der Betrib schon fast wieder als normal zu bezeichnen. Im Außenbereich kümmerten sich Mitarbeiter von Medimax zunächst in einem provisorisch aufgestellten Zelt und seit Dienstag in einem Container um Kundenanfragen. Nicht selten ging es um Geräte, die zur Reparatur im Markt waren oder um Bestellungen. Doch auch sonst stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Kunden für alle Fragen zur Verfügung.

Wie es konkret im Handelscentrum weitergeht wird sich nun die nächsten Tage ergeben. Zuvor müssen das ganze Schadensaumaß ergründet, Versicherungsfragen geklärt und gemeinsam das weitere Verfahren bis hin zum Wiederaufbau geklärt werden. Die Händler indes signalisieren deutlich: Trotz des großen Schadens geht es weiter. So wird die alljährliche Sommeraktion mit dem Coupon-Heft, bei dem die verschiedenen Geschäfte allerlei Rabatte und Aktionen anbieten, wie gewohnt mit dem Juli starten. Coupon-Hefte sind auch in der Ausgabe des BAB LokalAnzeigers am 3. Juli zu finden.

BU: Blick durch die am Montag noch im Aufbau befindliche Sichtschutzwand auf den Schaden des Brandes. Während sich der Scahden hier in Grenzen zu halten scheint, sind die großen Ladenflächen von Medimax und Rossmann prakitsch völlig zerstört, wie sich von außen zeigt.       Foto: BAB/sd

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