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Datum: 28.07.2019
Rubrik: Kunst & Kultur

Berliner als erste auf dem Mond

„Frau Luna“ in der neunten Auflage der Sommeroperette – Auch Kritik floss szenisch mit ein

Rüdersdorf (sd). Dass Berliner die ersten Menschen auf dem Mond waren und allerlei (nicht ganz ernst gemeinte) Ratschläge und Anekdoten zu Beziehungen, bot die diesjährige Sommeroperette „Frau Luna“. Doch neben Spaß, Heiterkeit, Stimmung, einem regionalen Ensemble und begeisterten Publikum, gab es auch kritische Töne.

Als am Sonntag der letzte Vorhang der diesjährigen Sommer-operette fiel, ging die neunte Saison auf der Freilichtbühne am Bergschreiberamt zu Ende. Eine Saison, die nicht so schnell vergessen wird. So war das Projekt nicht nur bereits im Vorfeld eine gewisse Zitterpartie, drohten Bauarbeiten und Umbrüche mit der neuen Museum und Kultur GmbH den bewährten Schauplatz zu verlegen. Dies sei das erste Mal, dass die Organisatoren des TRS das Projekt praktisch allein stemmen und die Miete für das Gelände hinter dem Bergschreiberamt „nicht ohne“, wie Stephan Wapenhans ausführt. Für alle Beteiligten sei es ein gewisses Risiko, da sich die Operette selbst tragen müsse.

Dennoch zeigen nicht zuletzt die vielen Besucher, dass hier ein bewährtes und erfolgreiches Modell geschaffen wurde, das weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt und beliebt ist. Natürlich hätte der eine oder andere Platz mehr besetzt sein können, doch im ersten Fazit zeigen sich alle zufrieden.

„Da hat sich der weite Weg aus Berlin gelohnt“, resümiert ein Zuschauer schon in der Pause. Atmosphäre, Ambiente, Kostüme, Darsteller – nicht zuletzt die bekannten regionalen Ensemblemitglieder und Regina Thoss sowie Alexander G. Schäfer als besondere Gäste – wussten die Zuschauer zu begeistern. „Wir kommen schon seit Jahren her und kommen immer wieder gern“, erklärt eine andere Besucherin.

Alexander G. Schäfer hatte sogar andere Anfragen verschoben, um in Rüdersdorf auf der Bühne stehen zu können. Für ihn und Regina Thoss, die schon das zweite Mal in Rüdersdorf auftrat, eine „andere und zugleich besondere Erfahrung“, die sie gern wiederholen wollen. Auch die Damen der Seniorentanzgruppe Neuenhagen gehören von Anfang an zum Ensemble.

Neben vielen spitzfindigen Szenen und lustigen Anekdoten sowie bekannten Liedern zum Mitsingen und -schunkeln, hatten die Darsteller, die allesamt mit merklich viel Freude spielten und begeisterten, auch nachdenkliche Töne parat. So wurde in einer Szene auf die schwierige Situation für Kulturschaffende in der Gemeinde und der Wunsch nach einer besseren Zusammenarbeit thematisiert. Bleibt zu hoffen, dass die Botschaft auch in der Verwaltung angekommen ist.

BU: „Das ist die Berliner Luft“ war sicherlich nur einer der klangvollen Eindrücke, der den Besuchern der Sommeroperette noch lange nachdem der Vorhang gefallen war, im Ohr klang.      Foto: BAB/sd

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