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Datum: 05.08.2019
Rubrik: Vereinsleben

Segeln mit Flaute und ungewisser Zukunft

Ranglistenregatta der O-Jollen kämpfte mit Witterung – Seglervereinigung braucht Gelände

Hennickendorf (sd). Einer der Jahreshöhepunkte der Segler am Stienitzsee, die O-Jollenregatta musste kurzfristig an das Strandbad umziehen. Nur noch ein Teil des Vereinsgeländes ist nutzbar und die Zukunft damit ungewiss.

Weiße Segel vor dem Strandbad – das ist etwas Neues, doch die Besucher und Badegäste ließen sich von den Segelsportlern sichtlich nicht stören. Einzig mehr Wind wünschten sich die 28 Starter aus Berlin-Brandenburg und anderen Bundesländern, die an den Großen Stie-nitzsee gekommen waren. Erst einige Gewitter am Nachmittag brachten etwas Wind, sodass am ersten Wettkampftag doch noch eine Wertungsfahrt starten konnte. Planmäßig und da am Sonntag die meisten zeitig wieder nachhause aufbrachen, gab es am Sonntag nur wenig Gelegenheit zum Segeln. Doch die Wetterverhältnisse besserten sich, sodass noch zwei Wettfahrten absolviert werden konnten. Siegreich setzte sich letztlich Knut Wahrendorf von der Freien Vereinigung der Tourensegler Grünau 1898 e. V. (TSG) durch und errang den Wanderpokal. Thomas Müller-Merx vom SV Stienitzsee, der zuvor bereits Landesmeister geworden war, belegte den zweiten Rang.

Doch der Umzug hat einen ernsten Hintergrund, denn zurzeit ist die Durchführung der jährlichen Regatta auf dem Vereinsgelände der Seglervereinigung Stienitzsee e. V. einfach nicht möglich. Daher gilt nicht zuletzt Strandbadbetreiber David John ein großer Dank für seine Hilfe. Das Areal der Segler unweit der Bucht am Tonloch wird durch Henrik Sundström verwaltet und verpachtet. Da Sundströms Pläne einer Umgestaltung des Geländes mitsamt neuer Wohnanlage immer mehr reifen, hat er dem Seglerverein nicht mehr die gewohnte Fläche neuverpachtet, sondern nur noch einen kleinen Teil. „Wir haben noch Zugang zum Hafen, das Winterlager und die Werkstatt“, berichtet Holger Leist vom SV Stienitzsee. Sundström sichert indes zu, er wolle den Verein erhalten und ein neues Gelände zur Verfügung stellen.

Doch die Lage ist schwierig für den rund 60 Mitglieder starken Verein. Eine längerfristige Planung nicht möglich. „Die Zeiten sind unvorhersehbar und nicht einfach“, so Rolf Behning, der seit April neuer Vereinsvorsitzender ist. Besonders gegenüber den Mitgliedern, von den rund ein Sechstel bereits nicht mehr dabei ist, ist die Situation sehr schwierig. „Umso zufriedener sind wir, dass so viele Sportler unserer Regatta die Treue halten“, zeigt sich Behning optimistisch angesichts der Tatsache, dass O-Jollen recht viel gesegelt werden. Was jetzt noch übrig bleibe, sei abzuwarten und spontan zu reagieren, so gut wie möglich.

BU: Erst kurze aufziehende Gewitter machten der Flaute ein Ende, sodass am späten Samstagnachmittag und Sonntag noch drei Starts durchgeführt werden konnten.     Foto: BAB/sd

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