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Datum: 16.09.2019
Rubrik: Gesellschaft

„Kinder laufen für Kinder“

Spendenlauf des pastoralen Raums zugunsten der Nachsorgeklinik

Petershagen (sd). Nachdem die Kindernachsorgeklinik bereits bei Spendenläufen mit unterstützt wurde, stand die Einrichtung kürzlich ganz im Fokus der Helfer. Kinder und Jugendliche aus dem pastoralen Raum gingen in Petershagen für den guten Zweck auf die Strecke.

Bereits im April liefen die Schülerinnen und Schüler der katholischen Schule St. Hedwig in Petershagen für den guten Zweck und unterstützten damit sowohl den Verein „Renarco“ als auch die Kindernachsorgeklinik Berlin-Brandenburg. Am ersten September-Samstag wurde das Vorhaben nochmal auf eine andere Stufe gehoben, als Kinder und Jugendliche aus dem gesamten pastoralen Raum zugunsten der Nachsorgeklinik auf die Strecke gingen. Aus den Gemeinden „St. Hubertus“ Petershagen, „St. Bonifatius“ Erkner, „St. Georg“ Hoppegarten und „Heilige Familie“ Rüdersdorf – der pastorale Raum, der derzeit neu gebildet wird - kamen rund 100 Teilnehmer zusammen. Organisiert wurde das Ganze von der St. Hedwig-Schule Petershagen. Natürlich wurden die Kinder und Jugendlichen von zahlreichen Eltern sowie Freunden angefeuert. „Der Neubau der Klinik entsteht in unserer direkten Nachbarschaft“, unterstreicht Petershagens Schulleiterin Anja Wuttke-Neumann das Engagement und fügt hinzu: „Kinder laufen für Kinder.“

„Statt am Samstagvormittag gemütlich auf der Couch zu sitzen, helft ihr uns, so ein Projekt zu unterstützen, das einzigartig und so wichtig ist – vielen Dank“, begrüßte Schulleiterin Anja Wuttke-Neumann. Krebs- und herzkranke Kinder werden in vier bis sechs Wochen „bei uns wieder fit fürs Leben gemacht“, umriss Dürthen Schulte knapp die Arbeit. Die Leiterin der psychosozialen Abteilung ist ein Teil des großen Teams aus Therapeuten, Technikern, Köchen, Fachärzten und mehr, die sich ganzheitlich um die jungen Patienten und ihre Familien kümmern. „Diese Leistung wird leider nur gar nicht bis wenig von Krankenkassen unterstützt. Daher sind wir auf Spenden angewiesen“, unterstrich Dürthen Schulte besonders vor dem Hintergrund des Klinikneubaus am Straussee.

Während über die Peter-und-Ingeborg-Fritz-Stiftung der Bau realisiert wird, gilt es für die Klinikmitarbeiter, die Technik und Ausstattung zu besorgen. „Was hier unterstützt wird, ist eine ganz besondere Arbeit. Dieses familiengestützte Rehabilitationskonzept gibt es deutschlandweit nur an fünf Standorten“, schloss die Klinikvertreterin. Mit ihrer Kollegin Sabrina Blüthgen verteilte sie Laufbänder und kleine Stärkungen. Per ausgelegten QR-Codes konnten Gäste noch bei der Aktion der Sparda-Bank unterstützen, indem sie diese einscannten und damit ihre Stimme für die Klinik abgaben. Derzeit belegt sie Rang zwei des Rankings im Wettbewerb um eine Zuwendung von 30.000 Euro.

Wie es sich gehört, folgte eine gemeinsame Erwärmung mit Sportlehrerin Sabine Lahrius, die sich auch um die Vorbereitung gekümmert hatte. Ihren großen Dank für die Unterstützung im Kollegium brachte Leiterin Wuttke-Neumann ebenso zum Ausdruck. Martin Pietsch, Pfarrer der katholischen Gemeinde Rüdersdorf und Leiter der Entwicklungsphase des pastoralen Raums sprach allen noch einen besonderen Segen aus, bevor der Startschuss fiel. Oder vielmehr erklang, denn per Glocke signalisierten Wuttke-Neumann und Pietsch den Läufern an den unterschiedlichen Startpunkten, wann es losgeht.

Von vier bis 18 Jahren reichte das Teilnehmerfeld. Gelaufen wurde anderthalb Stunden um das Areal des Spielplatzes an der Elbestraße – etwa 400 Meter pro Runde. Dass durchaus 30 bis 35 Runden zusammenkommen können, weiß Anja Wuttke-Neumann. „Alle laufen durch“, zeigte sich die Schulleiterin sichtlich beeindruckt und zugleich stolz auf die Schülerinnen und Schüler.

Nicht nur durch den Lauf, sondern auch durch die anhaltende Zusammenarbeit mit der Klinik seien die Kinder sehr sensibilisiert für das Thema. „Die Kinder nehmen wahr, dass es ihnen gut geht. Dennoch sind sie sich bewusster, dass solche Erkrankungen praktisch jeden und jederzeit treffen können“, ergänzte Wuttke-Neumann. So berichtete unter anderem ein neunjähriger Schüler von einem Freund, der bereits mit fünf an Krebs erkrankte.

Wie groß das Engagement der Jüngsten ist, zeigte eine Drittklässlerin, die sich überwand und sogar noch eine Woche vor dem Sponsorenlauf, mit einer örtlichen Apotheke einen Unterstützer gewann. Summa summarum wurden 2.337 Runden gelaufen. Da die Spenden unterschiedlich ausfallen, bedarf es noch einiger Zeit, um konkret zu ermitteln, wie hoch der Gesamtspendenbetrag ausfällt.

Verteilten Laufbänder und kleine Stärkungen für die aktiven Kinder und Jugendlichen: Dürthen Schulte (links) und Sabrina Blüthgen von der Kindernachsorgeklinik mit den beiden Läufern Maxim und Tjare nach den ersten Runden. Fotos (2): BAB/sd

Gaben das zentrale Startsignal per Glockenschlag: Anja Wuttke-Neumann und Martin Pietsch.

 

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