Regionalwetter

 

Nachrichten

Datum: 28.10.2019
Rubrik: Gesellschaft

Gruseln in der Mühle

Der „Pirat vom Stienitzsee“ in der Futtermühle zieht immer mehr Leute an

Hennickendorf/Rüdersdorf (sd). Alle zwei Jahre stimmen die Mitglieder des HFSKS mit einem besonderen Gruselevent in der Futtermühle Lemke auf Halloween ein. Mit Halloween im Park wird indes auch im Rüdersdorfer Museumspark einiges geboten.

Viel Trubel herrschte vergangenen Samstag auf dem Hof der Hennickendorfer Futtermühle Lemke: An Ständen konnten Kürbisse geschnitzt werden, Besucher sich schminken lassen oder allerlei Deko und Trödel erstanden werden. Gleichzeitig bildete sich vor dem Zugang zum Keller der Mühle eine lange Schlange, denn viele der Gäste wollten sich das selbst gestaltete kleine Gruselkabinett der Organsiatoren vom Hennickendorfer Förderverein für Städtepartnerschaft, Kultur und Sport (HFSKS) als Höhepunkt nicht entgehen lassen. Abgerundet wurde der Abend mit einem musikalischen Bühnen­programm und natürlich wurde auch für das leibliche Wohl umfassend gesorgt.

Über Kontakte zu Evi Kurzwa vom HFSKS kam Familie Müller aus Berlin mit einem Stand, an dem sie allerlei Dinge feilbieten, zur Futtermühle. Bislang haben die beiden privaten Verkäufer einen sehr positiven Eindruck von der Veranstaltung und überlegen, nächstes Mal oder zu einem der Trödelmärkte vor Ort wieder zu kommen. Doch das werde die Auswertung des Abends zeigen.

Mit einem Lampionumzug, der bereits von ersten Gestalten begleitet wurde, startete der Grusel im Mühlenhof ausgehend von den Stienitzseequellen zur Mühle. Schon zum Auftakt fanden sich besonders jüngere Gäste ein.

„Es geht darum, sich zu treffen, auszutauschen und die gemeinsame Zeit zu genießen. Sich Treffen und verkleiden, dazu noch in dieser besonderen Atmosphäre“, umschreibt Mandy Meyer, die bereits von Anfang an bei der Tradition zu Gast ist. Es sei toll, dass sich die Organisatoren jedes Mal wieder etwas Besonderes einfallen lassen. Wer die Details und den getriebenen Aufwand sehe, verstehe sicherlich auch schnell, warum der Grusel im Mühlenhof lediglich alle zwei Jahre stattfindet.

Die Wartezeit nimmt Familie Krüger in Kauf, da die Wahlhennickendorfer schon gespannt sind, was in der Gruft auf sie wartet. Vor knapp zwei Jahren sind sie in den Rüdersdorfer Ortsteil gezogen, haben schon einiges gehört und wollen sich nun endlich selbst überzeugen, wie der etwas andere Gang zum Mühlenrad ist. Doch auch vorher war ihr Eindruck von der Veranstaltung bereits sehr gut, wie sie berichten.

Schon ein Jahr im Vorfeld begannen die Planungen und Vorbereitungen, während am vorangegangenen Donnerstag der Aufbau in die finale Phase ging. Egal ob Kostüme oder Dekoration – alles musste passen und wurde von den großen und kleinen Protagonisten mit viel Liebe zum Detail gestaltet. „Der Pirat vom Stienitzsee“ gab dieses Jahr das Motto vor. Entsprechend fischig, feucht und maritim wurde auch der Weg durch die Gruft gestaltet. Wem es zu gruselig war, der konnte ein Zeichen geben und per Notausgang abkürzen. Doch es ging kein Besucher verloren und alle kamen am anderen Ende am Mühlenrad wieder zum Vorschein.

Jedes Mal kommen mehr und mehr Gäste, was wohl auch für die Qualität des Gebotenen spreche. „Cool und gruselig“ fanden beispielsweise Victoria aus Rehfelde und Emmi aus Strausberg (beide 12 Jahre) den Gruftbesuch. Nur etwas mehr Platz und kein so langes Anstehen wünschen sich die beiden Mädchen, die zum ersten Mal beim Hennickendorfer Grusel waren. „Vor allem für Kinder super“ meint Julia (29) aus Strausberg besonders mit Blick auf Kürbisschnitzen, Lampionumzug und Schminken. Der Rundgang ist übrigens nichts für die jüngsten Gemüter, weshalb eine Altersgrenze vorgegeben ist. Die 14-jährige Emma aus Woltersdorf hat den Kabinettsgang sogar gleich zweimal beschritten.

Vereinzelt war von Besuchern nach dem Gruselbesuch zu vernehmen, dass die Höhe des Eintrittsgeldes nicht gerechtfertigt sei, für das Gebotene. Doch das waren eher Ausnahmen. Insgesamt zeigte sich die Mehrheit zufrieden mit der Einstimmung auf Halloween und wird sicherlich das nächste Mal – in zwei Jahren wieder – nochmal kommen. Schon einige Zeit, nachdem es dunkel war, was die Stimmung zusätzlich unterstrich und bis in die Abendstunden hinein herrschte reges Treiben an der Mühle.

Etwas anders und alljährlich ist da Halloween im Park ausgelegt, das wieder am Mittwoch, 30. Oktober im Rüdersdorfer Museumspark geboten wird. Ab 15 Uhr öffnet der Park seine Tore zum schaurig-schönen Familienfest. Per digitaler Schnitzeljagd werden Besucher zur Schachtofenbatterie gelotst, die nicht nur in ganz anderem Licht erscheint. Wer den Hinweisen folgt und sicher am Festplatz ankommt, erhält zudem eine kleine Überraschung. Für alle, die nicht so gut zu Fuß unterwegs sind, wird auch dieses Jahr der Geistertransfer mit Landrovern angeboten. Nicht fehlen dürfen natürlich die berüchtigten Gruselführungen durch die alten Gemäuer der Schachtofenbatterie. Dieses Jahr gibt es hier eine kleine Änderung, aber natürlich sind sie trotzdem zum Fürchten schön. Für die Kleinen gibt es neben einem schaurigen Kinderprogramm einen Kürbis-Schnitz-Wettbewerb, bei dem die Besucher für den gruse­ligsten Kürbis abstimmen und es etwas zu gewinnen gibt. Weiterer Höhepunkt ist der Gruselzug. Die Feldbahn des Ziegeleibahn Herzfelde e.V. fährt durch den finsteren Hexenwald. Weiterhin erwartet Besucher eine Feuershow, die sicherlich nicht nur die Augen der Kleinsten zum Leuchten bringen wird.

Neben diesen tollen Highlights ist selbstverständlich auch für das leibliche Wohl gesorgt und es wird ein Lagerfeuer vorhanden sein, an dem man sich aufwärmen kann. Etwa bis 21 Uhr werden also Hexen, Geister, Vampire und andere Gestalten den Mu-seumspark verwandeln, wie er nur einmal im Jahr zu erleben ist. Kinder bis fünf Jahre haben freien Eintritt, Kinder bis 16 Jahren zahlen drei Euro Eintritt, Erwachsene sechs Euro. Mehr auch unterwww.museumspark.de.

Am Ende des Gruselkabinetts präsentierte der „Pirat vom

Stienitzsee“ den Furchtlosen seinen Schatz. Foto: sd

Weitere Meldungen aus dieser Rubrik

Im Alltag viel zu leicht vergessen

Hennickendorf (sd). Tagtäglich engagieren sich Lehrerinnen und Lehrer in einem nicht immer ganz einfachen... [zum Beitrag]

Auch nach 81 Jahren immer noch aktuell

Strausberg (sd). Alljährlich wird zum Pogromgedenken an den Jüdischen Friedhof geladen. Auch wenn nicht... [zum Beitrag]

Pflegebrücke wurde ausgezeichnet

Rüdersdorf/Potsdam (e.b./sd). Vielfach engagiert sich Jana Tschakert für die Belange Pflegebedürftiger,... [zum Beitrag]

Akademie erfüllt internationale Norm

Strausberg (sd). Mit der Zertifizierung nach DIN ISO 29990 ist die Akademie im Zentrum Informationsarbeit... [zum Beitrag]

Wichtige Adresse der Region

Strausberg (sd). Egal ob Einstieg ins Berufsleben, Studium, Weiterbildung oder einfach nur einen Überblick... [zum Beitrag]

Stroh-Else wirbt für neue Victoria

Herzfelde (sd). Bereits seit einiger Zeit steht die große Säule am Ehrenmal nahe der Herzfelder Kirche... [zum Beitrag]

Statt Unterricht „Unsere Lisen“ gefeiert

Strausberg (sd). Am 7. November wäre Lise Meitner 141 Jahre alt geworden. Mit vielfältigen Aktionen wurde... [zum Beitrag]

Über den Einbruchschutz hinaus

Hoppegarten (sd). Beim Tag der Sicherheit im Hoppegartener Gemeindesaal wurde ebenso deutlich, dass... [zum Beitrag]

Bereit zum Neustart

Strausberg (sd). Nach außen scheinen die Aufräumarbeiten nach dem Brand im Sommer im Handelscentrum... [zum Beitrag]